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Paris bestellt US-Botschafterin wegen NSA-Spionage ein



epa04816267 (FILE) A composite image of file pictures showing former French presidents Jacques Chirac in Paris, France, 28 April 2006, Nicolas Sarkozy in Brussels, Belgium, 01 March 2012 and current French President Francois Hollande in Leipzig, Germany, 23 May 2013. The US National Security Agency (NSA) spied on the last three French presidents, documents published by the website WikiLeaks on 23 June 2015 show. The intelligence reports show the US spy agency targeted President Francois Hollande and his immediate predecessors, Nicolas Sarkozy and Jacques Chirac, and other officials, and contain the mobile phone numbers of officials in the president's office, including that of the president.  EPA/OLIVER WEIKEN / JULIEN WARNAND / JAN WOITAS

Bespitzelt: Chirac, Sarkozy und Hollande. Bild: OLIVER WEIKEN / JULIEN WARNAND / JAN WOITAS/EPA/KEYSTONE

Wegen des Ausspähens französischer Präsidenten durch den US-Geheimdienst NSA hat die Regierung in Paris am Mittwoch die US-Botschafterin einbestellt. Aussenminister Laurent Fabius wolle mit US-Botschafterin Jane Hartley am Nachmittag sprechen.

Dies verlautete aus diplomatischen Kreisen in Paris. Die Einbestellung der Botschafterin – ein zwischen befreundeten Staaten ungewöhnlicher Schritt – erfolgte nach einer Sondersitzung des französischen Verteidigungskabinetts.

Im Elysée-Palast hatten mehrere Minister und die Spitzen der französischen Geheimdienste zusammen mit Präsident François Hollande über die jüngsten Enthüllungen zur NSA-Spionage beraten. Demnach wurden Hollande und seine Vorgänger mindestens zwischen 2006 und 2012 ausgespäht.

Der Elysée-Palast bezeichnete die Enthüllungen am Mittwoch als «inakzeptabel» und erklärte, dass keine gegen die Sicherheit Frankreichs gerichtete «Machenschaft» geduldet werde. (sda/afp/dpa)

Whistleblower

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 24.06.2015 12:55
    Highlight Highlight Alles warme Luft, diese halbherzigen Proteste!

    Nachdem man die politischen Partner (!) ganz allgemein ausspioniert und auch der angeblich mächtigsten Frau der Welt, Angela Merkel, sogar das private Handy stets abgehört hat, wird es nicht weiter verwundern, dass auch die Franzosen ihr Fett abbekamen. Man verwahrt sich seitens der Europäer zuerst medienträchtig gegen solche paranoiden Nachstellungen, um dann sehr rasch zur politischen Tagesordnung überzugehen und den USA auch weiterhin wohllüstig und devot in den Hintern zu kriechen. Ob im Rahmen der Nato-Kriegstreiberei, oder im Hinblick auf die Intrigen rund um die Ukraine und dem kontinuierlichen Russland-Bashing, einerlei...

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