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Macron nennt Polens Premierminister «rechtsradikalen Antisemiten»

08.04.2022, 14:5008.04.2022, 16:22
Das Heu nicht auf der selben Bühne: Morawiecki und Macron.
Das Heu nicht auf der selben Bühne: Morawiecki und Macron.Bild: keystone

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat den polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki in einem Zeitungsinterview als «rechtsradikalen Antisemiten» bezeichnet.

Macron nahm dabei am Freitag in der Zeitung «Le Parisien» Bezug auf eine vor einigen Tagen von Morawiecki geäusserte Kritik an seinen regelmässigen Telefonaten mit Kremlchef Wladimir Putin zur Vermittlung im Ukraine-Krieg. Es habe auch niemand mit Adolf Hitler verhandelt, hatte der polnische Premier Macron vorgehalten.

«Das ist beschämend», sagte Macron. Morawiecki, welcher der national-konservativien PiS-Partei angehört, sei «ein rechtsradikaler Antisemit», der Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen das Leben schwer mache. Ausserdem unterstütze Morawiecki die französische rechte Politikerin Marine Le Pen, die er mehrfach empfangen habe.

«Seien wir nicht naiv: Heute will er ihr vor den Wahlen helfen.» Bei der französischen Präsidentschaftswahl, die an diesem Sonntag beginnt, ist Le Pen die Hauptherausforderin von Macron. (aeg/sda/dpa)

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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polaria
08.04.2022 15:42registriert März 2022
Gut und klar formuliert, Herr Macron.
Hin und wieder sind ehrliche Worte richtig.
Obwohl Politik vor allem funktioniert weil Lügen, Schleimen, Taktieren und Paktieren dominieren.
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dä dingsbums
08.04.2022 20:55registriert April 2015
Le Pen wollte doch vor nicht allzu langer Zeit Frankreich aussenpolitisch weg von den USA und näher an Russland rücken. Die Weltwoche fand das ganz toll.

Wie sich die Zeiten ändern...
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c_meier
08.04.2022 16:37registriert März 2015
hm Europa sollte sich in etwa einig sein was man tut, wer verhandelt bzw. Kontakt hält und sich nicht auseinandernehmen lassen....
Polen sollte im eigenen Interesse auch an einer Verhandlungslösung interessiert sein als an einem jahrelangen Krieg im Nachbarland...
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