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Nach diesem Clip weisst du, warum der Pariser «Kung Fu Cop» befördert worden ist

25.05.2016, 15:2025.05.2016, 15:23

In Frankreich ist seit März der Teufel los: Seit Demonstrationen gegen eine Reform des Arbeitsmarktes reihenweise in Gewalt ausgeartet sind, wurden im Nachbarland über 350 Polizisten im Dienst verletzt.

Am 18. Mai brannte in Paris dieses Polizeiauto aus. Der Angriff hat für einen der betroffenen Cops aber auch etwas Positives.<br data-editable="remove">
Am 18. Mai brannte in Paris dieses Polizeiauto aus. Der Angriff hat für einen der betroffenen Cops aber auch etwas Positives.
Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Frankreichs Polizeigewerkschaft wollte am 18. Mai mit einer Demonstration in Paris auf das Problem aufmerksam machen und gegen die Zunahme dieser Gewalt protestieren. Das hat wiederum Gegendemonstranten auf den Plan gerufen, die ihrerseits der Staatsmacht Gewalt vorwerfen.

Ein übler Angriff – und die beeindruckende Reaktion darauf

Ihre Veranstaltung wurde verboten, aber dennoch sammelten sich 300 Personen und zogen marodierend durch die Strassen. In einer Seitenstrasse trifft der Mob auf ein ein Auto mit zwei Polizisten: Erst wird der Wagen demoliert, dann wird ein Brandsatz hineingeworfen – und als der Lenker aussteigt, greift ihn ein junger Mann mit einer Stange an.

Ein Foto vom Angriff auf Philippy und seine Kollegin.
Ein Foto vom Angriff auf Philippy und seine Kollegin.Bild: YOAN VALAT/EPA/KEYSTONE

Das Video des Angriffs machte schnell die Runde – und den Lenker des Polizeiautos berühmt. Der Mann erträgt nicht nur die Attacke auf das Auto mit einer bemerkenswerten Ruhe, er beeindruckt auch, weil er den Hieben mit der Stange geschickt ausweicht – und dann den Angreifer einfach stehen lässt. Die Medien taufen ihn «Kung Fu Cop».

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Dabei ist der wehrhafte Hüne bloss ein Hilfspolizist: Kevin Philippy aus Martinique ist seit fünf Jahren bei der Polizei, hatte aber die Abschlussprüfung der Ausbildung nicht bestanden. Doch das zählt nun nicht mehr: Der 29-Jährige wurde mit der Sicherheitsmedaille ausgezeichnet und von der Nationalpolizei übernommen, berichtet n24.

«Hätte ich zur Waffe gegriffen oder losgeprügelt, wer weiss, was dann jetzt wäre», sagte Philippy dem französischen Radiosender RTL. «Vielleicht wäre ich gar nicht hier, vielleicht wäre meine Karriere beendet gewesen.» Er hege keinen Hass gegen die Angreifer und hoffe, dass diese zur Besinnung kämen. 

Dank des Videos konnten übrigens vier der linksradikalen Chaoten identifiziert werden. Sie werden wegen versuchten Mordes angeklagt.

(phi)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Ylene
25.05.2016 16:21registriert Januar 2016
Toller Polizist. Auch sehr sympathisch, dass einer der Demonstranten dem Polizisten bei 0:47 zu Hilfe kommt und ein anderer ihm dann wenig später auf die Schulter klopft. Krawallbrüder sind einfach Scheisse, egal ob links, rechts oder Fussball.
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cherezo
25.05.2016 17:52registriert März 2016
By the way interessantes Phänomen. Wie bei Köln wo von linker Seite nicht die Schuld bei den wahren Täterkreisen gesucht wurde, sondern alle Männer als vergewaltigungsmaschinen veralgemeinert wurden, wird auch hier nicht von linker Gewalt gesprochen sondern diejenigen als simple "Chaoten" dargestellt. Man urteilt Verbrechen, je nach Klientel.
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poga
25.05.2016 15:47registriert November 2014
Was für ein Idiot.
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