International
Frankreich

Ex-Adidas- und Marseille-Besitzer Bernard Tapie gestorben

Ex-Adidas- und Marseille-Besitzer Bernard Tapie gestorben

03.10.2021, 11:0403.10.2021, 11:04
French businessman and majority shareholder of the "La Provence" group, Bernard Tapie, speaks with the media during a press conference , at "La Provence" newspaper, in Marseille, s ...
Bernard Tapie im Jahr 2014.Bild: AP/AP

Der französische Geschäftsmann und einstige Adidas-Besitzer Bernard Tapie ist tot. Er starb am Sonntagmorgen im Alter von 78 Jahren an einer Krebserkrankung, wie seine Familie der Zeitung «La Provence» sagte. Einer seiner Söhne bestätigte den Tod auf Instagram mit der kurzen Nachricht: «Auf Wiedersehen, mein Phönix».

Tapie war ein schillernder und in Frankreich höchst umstrittener Manager und Ex-Politiker und ehemaliger Adidas-Besitzer. Der Verkauf seiner Anteile an dem deutschen Sportartikelhersteller beschäftigte jahrelang Gerichte. Im Juli 2019 wurde er in der Adidas-Affäre vom Vorwurf des Betrugs und der Hinterziehung öffentlicher Gelder freigesprochen.

Unter dem sozialistischen Präsidenten François Mitterrand war Tapie in den 90er Jahren Minister für Städtebau. Er war zudem verantwortlich für einen der grössten Skandale der europäischen Fussballgeschichte: Wegen der Schmiergeldaffäre um den Verein Olympique Marseille, den er 1986 gekauft hatte, wurde er Ende 1995 zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Schon zuvor musste Tapie Privatinsolvenz anmelden.

Tapie litt seit Jahren an Krebs. In den vergangenen Monaten hatte sich sein Zustand deutlich verschlechtert. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Persönlichkeiten haben uns 2021 schon verlassen
1 / 88
Diese Persönlichkeiten haben uns 2021 verlassen
Erinnern wir uns noch einmal: an die Schauspielerin Libuše Šafránková, das einzig wahre Aschenbrödel, an Joan Didion, an Jean-Paul Belmondo, an den 19-jährigen Schweizer Motorradrennfahrer Jason Dupasquier, an Milva, die unsterbliche italienische Schlagerdiva. An Prinz Philipp, der über sieben Jahrzehnte der Begleiter der Queen war. An den unglücklichen Willi Herren und die noch unglücklichere Kasia Lenhardt. Und an Guido Eugster, der uns mit dem Trio Eugster und Melodien wie dem «Walensee» noch lang in den Ohren liegen wird. ... Mehr lesen
quelle: sme
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Putin soll Trump Billionen-Deal angeboten haben
Aus dem Kreml soll es einen Versuch geben, die USA mit einem Mega-Deal zu locken. Der ukrainische Präsident Selenskyj will Einzelheiten kennen.
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den USA ein Geschäft in Höhe von zwölf Billionen US-Dollar angeboten. «Es handelt sich offenbar um ein Paket zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Amerika und Russland», fügte er bei einem Gespräch mit ukrainischen Journalisten hinzu.
Zur Story