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Nach Skandalen um Mette-Marit und Sohn Marius: Norwegens Krone wankt

epa12200636 (FILE) - Marius Borg Hoiby (L) and Norwegian Crown Princess Mette-Marit attend a government's party event in Oslo, Norway, 16 June 2022 (reissued 27 June 2025). The son of Norwegian C ...
Marius Borg Høiby und seine Mutter, Kronprinzessin Mette-Marit.Bild: keystone

Mette-Marit schmachtete Epstein an, Marius angeklagt – Norwegens Monarchie wankt schwer

Mette-Marit in den Epstein-Akten, der Stiefsohn des Kronprinzen vor Gericht: Wie viel kann das Königshaus noch aushalten?
04.02.2026, 05:2204.02.2026, 05:28
Niels Anner, Kopenhagen / ch media

In Norwegen kommt in diesen Tagen alles zusammen, was eine Monarchie ins Wanken bringt. Während Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit aus erster Ehe, wegen Vergewaltigungsvorwürfen vor Gericht steht, erschüttern Enthüllungen über die enge Freundschaft seiner Mutter zum Sexualstraftäter Jeffrey Epsteins die Öffentlichkeit. Diese reagiert laut Umfragen rasch: Die Unterstützung für die Monarchie geht spürbar zurück – und fast die Hälfte wünscht nicht mehr, dass Mette-Marit Königin wird.

Am Dienstag begann in Oslo der siebenwöchige Prozess gegen Marius Høiby, der hunderte Journalisten und Zuschauer anlockte. Dem 29-Jährigen werden 38 Anklagepunkte vorgeworfen, darunter vier Vergewaltigungen, mehrere gewalttätige Übergriffen gegen Ex-Freundinnen, Sachbeschädigung sowie Drogen- und Verkehrsdelikte. Gravierend wirken dabei auch die Wiederholungen über die letzten Jahren. Zuletzt bedrohte Høiby am Sonntag, kurz vor Prozessbeginn, eine Ex-Partnerin mit einem Messer; dabei war es ihm verboten, sich ihr zu nähern.

Der «Bonusprinz», wie er genannt wird, gibt einzelne Punkte zu, etwa Drogenkonsum, mit dem er seine Ausraster teilweise erklärt, bestreitet aber die Vergewaltigungen, die er selbst gefilmt hat. Seine Anwältin erklärte am Dienstag, er habe nicht gewusst, dass die mutmasslichen Opfer schliefen oder wehrlos waren – der Sex sei freiwillig gewesen.

Zudem warnte sie vor einer öffentlichen Vorverurteilung. Høiby gehört nicht offiziell zum Hof, aber wurde immer als Mitglied der Königsfamilie bezeichnet, auch an offiziellen Anlässen. Eine der Vergewaltigungen soll sich ereignet haben, als er mit seinem Stiefvater, Kronprinz Haakon, auf den Lofoten Surfferien machte.

Intimes Verhältnis zu Jeffrey Epstein

Jetzt, rund um den Prozess, versucht die Familie Privates und öffentliche Rollen zu trennen, sich im Hintergrund zu halten – während parallel die zweite Krise eskaliert: Die Epstein-Dokumente zeigen ein verstörend enges, ja bisweilen intimes Verhältnis des Sexualverbrechers zu Kronprinzessin Mette-Marit. Laut Medienrecherchen hatten die beiden von 2011 bis 2014 umfangreichen Kontakt, trafen sich mehrfach. Sie tauschten sich über Persönliches, Literatur, Meditation, royale Hochzeiten oder private Gesundheitsthemen aus, von denen man bei einer Kronprinzessin denken würde, sie wäre zurückhaltend.

Der Ton war oft flirtend, Mette-Marit nannte ihn «Sweetheart» und «charming», bezeichnete Paris als «gut für Untreue». 2013 machte sie vier Tage in seinem Haus in Florida Ferien, wobei Epstein wohl auch vorbei kam. In einer E-Mail warnte danach ein Mitarbeiter Epstein vor «unangemessenen» Bildern von «Mette»; es ist aber unbekannt, was darauf zu sehen ist.

Dass es Kontakte zu Epstein gab, war seit 2019 bekannt, aber nicht deren Umfang. Mette-Marit hat ihr «schlechtes Urteilsvermögen» entschuldigt und erklärt, nichts über Epsteins kriminellen Machenschaften gewusst zu haben. Doch dies ist der heikelste Punkt: Die Kronprinzessin schrieb ihm 2011, sie habe ihn gegoogelt: «Sah nicht gut aus :)». Tatsächlich war damals einfach nachzulesen, dass der Financier 2008 wegen sexueller Ausbeutung Minderjähriger zu 13 Monaten Haft verurteilt worden war. Doch die Norwegerin schien das nicht zu kümmern.

Die öffentliche Kritik ist harsch. Medien und sogar der Regierungschef fordern «volle Offenheit», und Kommentatoren fragen, ob die Monarchie den doppelten Vertrauensbruch überhaupt überlebt: ein strafrechtlicher Skandal des Sohnes – und zumindest moralische Verfehlungen der Mutter. Der Hof hat keine politische Macht, sondern lebt vom Vertrauen der Bevölkerung. Und dieses schwindet gerade deutlich. (aargauerzeitung.ch)

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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Loreley
04.02.2026 08:27registriert Mai 2020
Ich kann mich noch schwach erinnern, dass die Königsfamilie damals skeptisch der Heirat von Haakon mit Mette-Marit gegenüberstand. Wohl nicht ohne Grund.
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Enzasa
04.02.2026 08:39registriert August 2016
„er habe nicht gewusst, dass die mutmasslichen Opfer schliefen oder wehrlos waren“
Mhm, als Vertreter der normalen Blümchensex Kategorie, kann ich diese Aussage nicht nachvollziehen.
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Hanibald
04.02.2026 06:31registriert Dezember 2019
Da die Frage auftauchte, wet der Vater sei:

Morten Borg ist der leibliche Vater von Marius Borg Høiby, dem Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit. Er war zu der Zeit von Marius' Geburt 1997 ein verurteilter Straftäter, der wegen drogenbezogener Gewalttaten und Kokainbesitz im Gefängnis saß
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