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FILE - In this Jan. 20, 2010, file photo, a waist is measured during an obesity prevention study in Chicago. A study published Wednesday, April 5, 2017 in the New England Journal of Medicine suggests gaining and losing weight repeatedly may be dangerous for overweight heart patients. (AP Photo/M. Spencer Green, File)

Zu dick zum Kämpfen: Die USA hat ein Problem mit Fettleibigkeit. Bild: AP/AP

Ex-Militärs in den USA warnen: Weitverbreitete Fettleibigkeit bedrohe Rekruten-Nachschub



Berater des Pentagons haben wegen einer neuen Gefahr für die nationale Sicherheit der USA Alarm geschlagen: Fast ein Drittel der jungen US-Bürger sei inzwischen zu dick, um zum Militär zu gehen, heisst es in einem in Washington vorgelegten Bericht ehemaliger Generäle und Admiräle.

Die weitverbreitete Fettleibigkeit erschwere die Rekrutierung neuer Soldaten erheblich und bedrohe die Kampfkraft, warnten sie.

«Fettleibigkeit hat lange die Gesundheit unserer Nation bedroht. Angesichts der sich ausdehnenden Epidemie bedroht es nun auch unsere Sicherheit», heisst es in dem Bericht «Ungesund und unvorbereitet», den das Washingtoner Fachinstitut Council For A Strong America in dieser Woche vorlegte.

Das Problem lasse sich nur lösen, wenn «Massnahmen zu einer gesünderen Lebensführung» ergriffen würden, und das schon bei Kindern, mahnten die Autoren, ehemalige Admiräle und Generäle.

71 Prozent erfüllen Anforderungen nicht

Die US-Streitkräfte hatten im vergangenen Monat verkündet, dass sie dieses Jahr erstmals seit 13 Jahren ihr Ziel deutlich verfehlen werden, 76'500 neue Rekruten anzuwerben. Demnach entsprechen 71 Prozent der US-Bürger zwischen 17 und 24 Jahren nicht den Anforderungen für Bewerber. Als einer der Gründe wurden neben Drogen und mangelnder Bildung auch Gewichtsprobleme genannt.

In this photo released by the U.S. Marine Corps, recruits at Marine Corps Recruit Depot Parris Island, S.C., prepare to evacuate to Marine Corps Logistic Base Albany following an evacuation order directed by Brig. Gen. James Glynn, the depot's commanding general, Tuesday, Sept. 11, 2018. All Marines at the depot who are currently in recruit training will be transported to the base in Georgia. (Lance Cpl. Yamil Casarreal/U.S. Marine Corps via AP)

«Pummelige Soldaten» sind in den USA keine Seltenheit mehr. Bild: AP/USMC

Angesichts des Mangels an geeigneten Bewerbern drückt die Armee bisweilen beide Augen zu. In den Streitkräften seien immer wieder «pummelige Soldaten» zu erleben, «die das geforderte Grössen- und Gewichtsmass deutlich aushebeln», sagte der pensionierte Generalmajor Jeffrey Philipps dem Fachblatt «Military Times».

Nach seinen Angaben kosten die Gesundheitsprobleme dicker Soldaten oder die Suche nach Ersatz das Militär jährlich 1.5 Milliarden Dollar.

Bereits Kinder aufklären

Das Pentagon versucht inzwischen, dem Trend mit verschiedenen Programmen entgegenzusteuern: Dazu zählen spezielle Fitnesstests für angehende Rekruten sowie Luxus-Fitnesscenter und Ernährungsberatung in vielen militärischen Einrichtungen.

Laut den Autoren von «Ungesund und unvorbereitet» genügt dies aber nicht. Vielmehr müssten Eltern und ihre Kinder umfassend darüber aufgeklärt werden, wie lebenswichtig richtige Ernährung und viel Bewegung seien.

«Die Grundausbildung für Rekruten dauert Wochen, starke Soldaten heranzuziehen dauert Jahre», mahnte der frühere Luftwaffengeneral Richard Myers. «Schon im frühen Stadium zu einem gesunden Lebensstil zu ermuntern, hilft unserer Nation, auf künftige Herausforderungen besser vorbereitet zu sein.» (leo/sda/afp)

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 14.10.2018 10:29
    Highlight Highlight Was für ein Verdickt.
  • #Technium# 14.10.2018 10:01
    Highlight Highlight Nicht make America Great gain, sondern, make America fat again! 😂
  • who cares? 14.10.2018 09:56
    Highlight Highlight Naja, öffentliche Schulen müssen sich wegen fehlenden Mitteln, von Grosskonzernen sponsorn lassen. Da übernimmt z.B. McDonalds die Mittagskantine. Die Kinder werde früh an den Geschmack von Fett, Zucker und Salz gewöhnt und nehmen McDonalds-Frass als ausgewogene normale Mahlzeit war.
    Man erntet was man säht.
  • Hausmeister krause 14.10.2018 01:34
    Highlight Highlight Hihi, dicke soldaten die auf europa aufpassen weil wir es selbst nicht mehr hinkriegen...
  • River 13.10.2018 21:10
    Highlight Highlight Also so quasi: Bitte junge Amerikaner, ernährt euch gesund! Ihr sollt doch im Kriegsdienst sterben und nicht am genüsslichen Leben!
  • Silent_Revolution 13.10.2018 17:42
    Highlight Highlight Man munkelt Elon Musk habe der Regierung bereits Pläne für ein auf Adipositas ausgelegtes Uboot ausgehändigt.
    • kafifertig 13.10.2018 19:57
      Highlight Highlight es heisst moby dick
    • skofmel79 14.10.2018 09:05
      Highlight Highlight Oder musk-etier;-)
  • Asmodeus 13.10.2018 17:32
    Highlight Highlight Weltfrieden durch Fastfood.

    Können wir McDonalds zum Friedensnobelpreis nominieren?
  • Julian Roechelt 13.10.2018 17:19
    Highlight Highlight Make tacos, not war.
  • Asmodeus 13.10.2018 17:18
    Highlight Highlight Zu Fett um Kriege für Öl zu führen? Klingt gut. :)
  • Karl33 13.10.2018 17:17
    Highlight Highlight Schon noch krass. Man macht sich nicht Sorgen um die Gesundheit dieser jungen Männer. Sondern dass sie nicht für die Gesellschaft funktionieren werden können.
    • farbarch1 13.10.2018 18:30
      Highlight Highlight Gesundheit ist nicht nur Selbstzweck. Gesundheit macht zusätzlichen einen Sinn, wenn wir als Individuum etwas grösserem, z.B. der Gesellschaft dienen könne. Natürlich ist dieser Dienst an der Gesellschaft auch ausserhalb des Militärdienstes relevant. Stell Dir vor, es gibt keine Gesellschaft und Du dürftest gesund, aber isoliert überleben.
    • Pafeld 14.10.2018 12:18
      Highlight Highlight Du bist nicht ernsthaft enttäuscht darüber, dass die Armeen dieser Welt in jungen Männern nie etwas anderes als Arbeitsklaven und Mittel zum Zweck sehen?!?
  • Ollowain 13.10.2018 16:50
    Highlight Highlight Das sind super Neuigkeiten für alle Länder mit Bodenschätzen, sie müssten die illegalen Kriege der USA (+Vasallen) nicht mehr ertragen.
  • meine senf 13.10.2018 16:39
    Highlight Highlight Fast food for peace!
  • Garp 13.10.2018 16:28
    Highlight Highlight Alle auf der Welt sind fettleibig und können nicht in den Krieg ziehen. Keine schlechte Vorstellung.
  • Garp 13.10.2018 16:07
    Highlight Highlight Kohlenhydrate und Fett sind halt billig, machen satt und dick. Bessere Grundbedingungen für die Bevölkerung, Geld in Bildung, d.h. gute öffentliche Schulen, attraktive Spielplätze usw. können helfen. Auf seinen Körper zu achten und sich damit wohl fühlen, lernt man als Kind. Nachher wird das viel schwerer.
    • Adumdum 13.10.2018 23:28
      Highlight Highlight Es wird einfach zuviel Geld mit Zucker verdient... wird Zeit dass es eine Zuckersteuer gibt, genauso wie Tabak und Alkohol besteuert werden...
    • Garp 14.10.2018 17:14
      Highlight Highlight Zuckersteuer find ich blödsinnig. Dann könnte man alles besteuern was der Mensch nicht braucht, nur _den_ Menschen gibt es nicht. Ich halte mehr von Bildung.
  • Allblacks 13.10.2018 16:00
    Highlight Highlight Oh welch eine Überraschung 🙈🙈

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