Hepatitis-Ausbruch in Italien: Das müssen Reisende wissen
Seit einigen Wochen häufen sich die Hepatitis-Fälle in Italien. Besonders die Region Kampanien mit den beliebten Reisenzielen Neapel, Capri oder der Amalfiküste ist betroffen, aber auch in den Regionen Latium und Apulien wurden gemäss dem nationalen Gesundheitsinstitut Istituto Superiore di Sanità (ISS) Fälle registriert – 160 alleine im Monat März.
Die Behörden in Neapel haben erste Massnahmen getroffen. So wurden bestimmte Speisen von Menüs in den Restaurants verbannt. Der Grund: Experten vermuten, dass die Infektionen mit kontaminierten Meeresfrüchten zusammenhängen. Besonders Muscheln stehen im Verdacht. Sie können Krankheitserreger aus verschmutztem Wasser aufnehmen und anreichern. Offenbar gelangte verunreinigtes Abwasser in Zuchtanlagen.
Der Bürgermeister von Neapel, Gaetano Manfredi, verbot den Verkauf und Verzehr von rohen Meeresfrüchten in allen öffentlichen Lokalen. Restaurants, Fischmärkte und Händler müssen sich daran halten, ansonsten droht eine Busse.
Das müssen Reisende beachten
Die Behörden empfehlen allen Reisenden, sich gegen Hepatitis A zu impfen – vor allem Personen, die in die betroffenen Gebiete reisen. Zudem soll man auf rohe Produkte verzichten und die Hygieneregeln beachten. (ome)
