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Fast 800 Millionen Menschen mit chronischer Nierenkrankheit

Fast 800 Millionen Menschen mit chronischer Nierenkrankheit

Im Jahr 2023 haben einer Studie zufolge weltweit 788 Millionen Menschen an einer chronischen Nierenkrankheit gelitten. Die Zahl der Betroffenen hat sich seit 1990 mehr als verdoppelt.
09.11.2025, 09:3609.11.2025, 16:45

1,48 Millionen Menschen starben 2023 an dieser Erkrankung. Das berichtet ein Forschungsteam um Theo Vos von der University of Washington in Seattle im Fachjournal «The Lancet». Diabetes, Fettleibigkeit und hoher Blutdruck sind demnach die häufigsten Ursachen für Nierenleiden.

epa12289442 A nurse prepares a medicine cart inside a gymnasium repurposed as a ward for leptospirosis cases, at the National Kidney and Transplant Institute in Quezon City, Metro Manila, Philippines, ...
Ein Pfleger bereitet eine Injektion vor. (Symbolbild)Bild: keystone

«Chronische Nierenerkrankungen erfahren in der Gesundheitspolitik weiterhin deutlich weniger Aufmerksamkeit als andere nicht übertragbare Krankheiten», wird Vos in einer Mitteilung seines Instituts zitiert. Dabei ergab die Untersuchung, dass diese Erkrankungen 2023 weltweit die neunthäufigste Todesursache sind. Zudem sind Nierenfunktionsstörungen weltweit für fast 12 Prozent aller Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich.

Weltweit 14 Prozent der Menschen

In absoluten Zahlen hat sich die Anzahl der Menschen mit chronischer Nierenkrankheit von 378 Millionen im Jahr 1990 auf 788 im Jahr 2023 mehr als verdoppelt. Dieser hohe Anstieg ist jedoch teilweise auf die wachsende Weltbevölkerung und die Alterung vieler Gesellschaften zurückzuführen, denn die Krankheit betrifft überwiegend ältere Menschen.

Weltweit litten 2023 demnach gut 14 Prozent der Menschen an einer chronischen Nierenkrankheit – die weitaus meisten davon allerdings in einem frühen Stadium. Besonders häufig sind Nierenleiden in Nordafrika und im Nahen Osten, wo 18 Prozent der Bevölkerung betroffen sind. Weitere Regionen mit überdurchschnittlicher Häufigkeit sind Südasien, Afrika südlich der Sahara sowie Lateinamerika und die Karibik. (sda/dpa)

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