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USA und Gates geben 200 Millionen Dollar zur Bekämpfung von HIV



Die US-Regierung und die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates wollen gemeinsam rund 200 Millionen Dollar in die Entwicklung von Gentherapien zur Behandlung von Sichelzellenanämie und HIV investieren. Dies soll in den kommenden vier Jahren geschehen.

Francis Collins, Direktor der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) teilte am Mittwoch (Ortszeit) mit, es solle vor allem dafür gesorgt werden, dass Behandlungen weltweit verfügbar und bezahlbar seien.

FILE - In this Feb. 1, 2019, file photo, Bill and Melinda Gates look toward each other and smile while being interviewed in Kirkland, Wash. The George W. Bush Presidential Center is honoring the Gates with its annual award for those who work to improve the lives of others. Former President George W. Bush and former first lady Laura Bush on Thursday, April 11, will present the Gates with the George W. Bush Medal for Distinguished Leadership. (AP Photo/Elaine Thompson, File)

Melinda und Bill Gates' Stiftung setzt sich für die Bekämpfung von HIV ein. Bild: AP/AP

Die Gentherapie ist ein noch neuer Bereich der Medizin, der darauf abziele, fehlerhafte Gene im Körper zu ersetzen, die für Erkrankungen verantwortlich seien. Sie bietet laut den Angaben vielversprechende Chancen in der Bekämpfung von Sichelzellenanämie und HIV. Allerdings sind die Behandlungen kompliziert und kostspielig, womit sie in ärmeren Ländern kaum infrage kommen.

Die NIH und Gates' Stiftung strebten nun innerhalb der nächsten sieben bis zehn Jahre klinische Studien in den USA und in Ländern in der Subsahara-Region an, hiess es weiter.

1.1 Millionen Betroffene in den USA

Nach Angaben der NIH leben etwa 95 Prozent der weltweit 38 Millionen mit HIV infizierten Menschen in Entwicklungsländern, darunter 67 Prozent in der Subsahara-Region. Rund die Hälfte der Fälle bleibt dort unbehandelt. In den USA sind laut NIH rund 1.1 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen.

Rund 100'000 Menschen in den USA sind an Sichelzellenanämie erkrankt. Weltweit sollen nach NIH-Prognosen in den kommenden 30 Jahren 15 Millionen Babys mit der Krankheit geboren werden, darunter 75 Prozent in der Subsahara-Region.

Bei der Sichelzellenanämie, einer erblichen Blutkrankheit, ist das Blut zähflüssiger als im gesunden Organismus - feinste Blutgefässe können verstopfen und so Organe schädigen. Von der Krankheit betroffen sind vorwiegend Menschen afrikanischen Ursprungs. (sda/afp)

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