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Greta Thunberg

Amsterdam: Greta Thunberg äussert sich pro Palästina – Mann protestiert

Climate activist Greta Thunberg is interrupted by a climate activist after Thunberg expressed solidarity with the Palestinians as tens of thousands of people marched through Amsterdam, Netherlands, Su ...
Ein Mann entreisst Greta das Mikrofon.Bild: keystone

Greta äussert sich pro Palästina – dann reisst ihr ein Mann das Mikro aus der Hand

13.11.2023, 07:5113.11.2023, 13:25
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Am Sonntag sprach Greta Thunberg an einer Klimademonstration in Amsterdam vor Zehntausenden. Sie trug dabei eine Kufiya, das traditionelle Tuch der Palästinenser, und äusserte sich solidarisch mit der palästinensischen Bevölkerung und gegen die israelische Besetzung.

Dann gab Thunberg das Mikrofon an eine Frau weiter, die ebenfalls ein Palästinensertuch trug und behauptete, Israel begehe «in meinem Land einen Völkermord». Israel greife gezielt Krankenhäuser und Zivilisten an, sagte die Frau.

Viele Teilnehmer reagierten empört auf die Anschuldigungen. Ein Mann sprang vor laufenden Kameras auf die Bühne und rief ins Mikrofon: «Ich bin für eine Klimademonstration hierher gekommen, nicht, um politische Ansichten zu hören.» Doch sein Auftritt blieb nur kurz, unter Buhrufen wurde er von der Bühne gezerrt.

Greta liess sich davon nicht beirren und skandierte: «No climate justice on occupied land» («Keine Klimagerechtigkeit auf besetztem Land»). Sie spielte damit offenkundig auf die von Israel besetzten palästinensischen Gebiete an.

Nach einer ähnlichen Aktion im vergangenen Monat war Thunberg bereits dafür kritisiert worden, dass sie die israelischen Opfer des Massakers der Hamas vom 7. Oktober mit rund 1200 Toten nicht gesondert erwähnt hatte.

An der Klimademonstration beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 85'000 Menschen; sie sei damit die bisher grösste derartige Demo in den Niederlanden gewesen. (rbu/sda/dpa)

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121 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Bruno Wüthrich
13.11.2023 08:43registriert August 2014
Greta wird total überschätzt. Das ist nicht geringschätzend gemeint, sondern einfach eine Einschätzung. Die junge Frau wurde durch eine Einzelaktion zur Ikone einer Bewegung. Dabei aber zu meinen, sie habe deswegen alles und alle im Griff, ist eine Fehleinschätzung. Vielmehr wird sie als jugendliche Ikone auch fremdgesteuert, was uns allen in ähnlicher Situation im gleichen Alter nicht anders ergangen wäre.

Als die internationale Presse auf den Greta-Zug aufgesprungen ist, geschah dies nicht ihr zuliebe (und war auch nicht dem Klima geschuldet), sondern weil es der Presse diente.
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So oder so
13.11.2023 08:00registriert Januar 2020
Die hat sich voll Demontiert .

Wo ist ihre Unterstützung für die Rohingyas ? die Uiguren, Tibeter, Ukrainer ? für denn Sudan , Jemen, Äthiopien ,Afghanistan ? Wann unterstützt sie die Philippinen denen das Land von China Besetzt wird ?

https://twitter.com/captainfutura/status/1723802907668103420
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El_Chorche
13.11.2023 08:52registriert März 2021
Das war's dann wohl mit der Glaubwürdigkeit.
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