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Griechen-Rettung: Tsipras legt «einen kompletten Plan» vor

Griechen-Rettung: Tsipras legt «einen kompletten Plan» vor

02.06.2015, 12:5502.06.2015, 13:35
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Bild: ALKIS KONSTANTINIDIS/REUTERS

Im Streit um die Lösung der griechischen Schuldenkrise hat die Regierung in Athen nach eigenen Angaben den internationalen Kreditgebern einen umfassenden Reformplan vorgelegt. Es sei «ein kompletter Plan» übermittelt worden.

Dies sagte Regierungschef Alexis Tsipras am Dienstag im Bildungsministerium in Athen. Die in der Nacht auf Dienstag übermittelten Vorschläge seien «realistisch», um das Land aus der wirtschaftlichen und sozialen Krise zu führen. Die Entscheidung liege nun bei den politisch Verantwortlichen.

Am Montagabend hatten sich in Berlin die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit den Spitzen des neoliberal geprägten Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) getroffen. Sie berieten über weitere Hilfen für Griechenland.

Gespräche laufen

Bei dem Treffen mit der IWF-Chefin Christine Lagarde und dem EZB-Präsidenten Mario Draghi ging es laut dem Kanzleramt um «den aktuellen Stand» der Gespräche. Die Gesprächspartner seien sich einig gewesen, «dass nun mit grosser Intensität weitergearbeitet werden» müsse, hiess es.

Die Zeitung «Die Welt» schrieb unter Berufung auf Verhandlungskreise, die Kreditgeber würden Athen ein «allerletztes Angebot» machen. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sagte am Dienstag, es habe «ernsthafte Fortschritte» bei dem Treffen gegeben. Um zu einer Einigung zu kommen, sei aber noch «ein Stück Weg zu gehen».

Seit Monaten verhandelt Athen mit seinen Kreditgebern über die Bedingungen, zu denen der vom Bankrott bedrohte Staat ausstehende Kredite und EZB-Zinsgewinne in Höhe von 7,2 Milliarden Euro ausgezahlt bekommen soll. Am Freitag steht eine Rückzahlung an den von den USA dominierten IWF in Höhe von gut 300 Millionen Euro an. (sda/afp/reu)

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Gegen die Krise: In Athen versuchen Händler, ihre Ware billig zu verkaufen. Die Regierung hat in Aussicht gestellt, die Hypotheken bis zu 15 Jahre lang tief zu halten, um die Wirtschaft des Landes wieder in Schwung zu bringen.
quelle: ap/ap / thanassis stavrakis
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