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Everard-Mörder durfte Parlament bewachen – Kritik an Polizei wächst

Everard-Mörder durfte Parlament bewachen – Kritik an Polizei wächst

03.10.2021, 11:0603.10.2021, 14:04
This court artist sketch by Elizabeth Cook shows former police officer Wayne Couzens at the Old Bailey in London, Thursday, Sept. 30, 2021. A serving London police officer has been sentenced to life i ...
Gerichtszeichnung vom Everard-Mörder (l.).Bild: keystone

Der Parlamentspräsident des britischen Unterhauses, Lindsay Hoyle, hat eine Erklärung von Scotland Yard zum Einsatz des Everard-Mörders auf dem Parlamentsgelände gefordert.

Der Polizist wurde kürzlich zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er die 33-jährige Londonerin Sarah Everard unter falschen Behauptungen festgenommen, entführt, vergewaltigt und ermordet hatte. Der Fall löste eine Vertrauenskrise in die britische Polizei und eine Welle der Empörung über Gewalt gegen Frauen in dem Land aus.

Wie sich nun herausstellte, war der Mann im vergangenen Jahr mehrmals zum Schutz des britischen Parlaments mit Schusswaffe auf dem Gelände des Palace of Westminster im Einsatz. «Ich habe die Met (Metropolitan Police, Anm. d. Red.) um ein dringendes Gespräch gebeten, um zu diskutieren, wie diese Person als geeignet befunden werden konnte, um hier Dienst zu tun», sagte Hoyle der Londoner «Times».

Das britische Parlamentsgelände gilt als einer der bestbewachten Orte des Vereinigten Königreichs. Um eine Zugangsberechtigung zu erhalten, muss man sich einer eingehenden Sicherheitsüberprüfung unterziehen. Der Mörder Everards war zu diesem Zeitpunkt mindestens einmal wegen Exhibitionismus angezeigt worden und unter Kollegen wegen unangemessenen Verhaltens gegenüber Frauen aufgefallen. (sda/dpa)

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