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Grossbritannien

BBC erklärt rassistischen Zwischenruf bei Bafta-Verleihung

Rassistischer Zwischenruf bei Bafta-Verleihung – BBC erklärt die Hintergründe

23.02.2026, 14:30

Ein rassistischer Zwischenruf während der Verleihung der britischen Filmpreise (Bafta) ist laut der Rundfunkanstalt BBC mit dem Tourette-Syndrom zu erklären.

In der Übertragung von Sonntagabend war zu hören, wie jemand das N-Wort rief, als die schwarzen Schauspieler Delroy Lindo und Michael B. Jordan auf der Bühne standen. Der Ausschnitt wurde im Internet etliche Male verbreitet.

epa12767045 British actor Delroy Lindo attends the EE BAFTA Film Awards 2026 nominees party, at the National Gallery in London, Britain, 21 February 2026. The winners are announced during a ceremony o ...
Delroy Lindo bei den Bafta-Awards.Bild: keystone

Mit dem «N-Wort» wird eine früher gebräuchliche rassistische Bezeichnung für Schwarze umschrieben. Einige Zuschauerinnen und Zuschauer hätten möglicherweise vulgäre und beleidigende Ausdrücke gehört, teilte die BBC der Nachrichtenagentur PA mit. Dies sei durch «unwillkürliche verbale Ticks» im Zusammenhang mit dem Tourette-Syndrom entstanden «und war nicht beabsichtigt». Der Sender entschuldigte sich für etwaige Beleidigungen.

Drama «I Swear» handelt von Tourette-Aktivisten Davidson

Die neurologische Erkrankung führt zu Ticks, bei denen Menschen ungewollt Bewegungen ausführen und teils Laute oder Worte von sich geben. Bei den Filmpreisen spielte das britische Drama «I Swear» eine grosse Rolle. Robert Aramayo wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. In «I Swear» verkörpert er den schottischen Tourette-Aktivisten John Davidson, der im Publikum sass.

In der ersten Hälfte der Preisverleihung waren dem Magazin «Variety» zufolge auch andere beleidigende Äusserungen zu hören. Moderator Alan Cumming dankte dem Publikum noch während der Show für das Verständnis und erklärte den Hintergrund des Tourette-Syndroms. (dab/sda/dpa)

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