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facebook cafe art

Unter dem Motto «My London» ist dieses Foto entstanden.
Bild: facebook/cafe art

Die Organisation «Café Art» hat 100 Obdachlosen je eine Einwegkamera in die Hand gedrückt – das Ergebnis kann sich sehen lassen



Die Organisatoren des Projektes «Café Art» haben sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um Obdachlose zu unterstützen: Denn ihr Motto lautet «Where Homelessness, Great Art and Coffee meet». Sprich, sie verbinden Obdachlosigkeit, Kunst und Kaffee miteinander. Wie das funktioniert? Ganz einfach: Indem man obdachlosen Personen die Möglichkeit gibt, künstlerisch kreativ zu werden und die Ergebnisse anschliessend in einem Café ausstellt.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt bereits im Jahr 2012, als die erste Location dieser Art in London eröffnet wurde. Damals hatten sich eine Künstlergruppe und eine Obdachlosen-Bezirksorganisation zusammengetan, nachdem sie festgestellt hatten, dass es viel zu viel beachtenswerte Kunst, aber viel zu wenig Ausstellungsräume gibt.

Foto-Wettbewerb steigert die Bekanntheit

cafe art facebook

Eine Ausstellung zeigt Fotos, die bei den beiden ersten Wettbewerben entstanden sind.
bild: facebook/cafe art

Aus diesem einen Café sind inzwischen 20 Stück geworden und die Organisation erfreut sich immer grösserer Bekanntheit. Das vor allem auf Grund des Kalender-Projektes, das sie nun schon zum dritten Mal durchgeführt haben.

Und das funktioniert so: 100 Obdachlose erhalten je eine Einwegkamera und den Auftrag, Fotos passend zu dem Motto «My London» zu knipsen. Anschliessend wählt eine Jury die besten Aufnahmen aus und stellt damit einen Kalender zusammen. Das allererste Exemplar, ein Kalender für das Jahr 2014, wurde 3000 Mal verkauft – die Ausgabe des Folgejahres erfreute sich einer Auflage von 4500 Exemplaren.

Das sind die Bilder für den neuen Kalender

Und nun steht Nummer drei in den Startlöchern. Denn auch in diesem Sommer waren 100 Londoner ohne festen Wohnsitz unterwegs auf der Suche nach dem perfekten Foto-Motiv. Dieses Mal bekamen die Teilnehmer vorab sogar einen kleinen Foto-Kurs.

Von den 100 verteilten Kameras sind am Ende 80 Stück wieder bei den Organisatoren abgegeben worden, ganze 2500 Fotos haben die Wettbewerb-Teilnehmer in diesem Jahr geknipst. Auch dieses Mal wählte eine Jury die besten Exemplare aus. Einen Teil der Bilder, die es in den Kalender für das Jahr 2016 geschafft haben, zeigen wir dir im Anschluss.

Um den Druck des neuen Kalenders zu finanzieren, lancierten die Organisatoren am 20. August ein Kickstarter-Projekt. Via Crowdfunding kam innerhalb von 30 Tagen so viel Geld zusammen, dass 6000 Exemplare gedruckt werden konnten. Ab dem 12. Oktober wird der Kalender dann zu kaufen sein.

Diese Bilder haben es in den Kalender 2016 geschafft:

Insgesamt hat die Organisation «Café Art» mit seinen Kalender-Projekten mehr als 67'000 Franken erwirtschaftet – das Geld kommt den obdachlosen Künstlern zu Gute.

(viw)

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