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Grossbritannien

Brexit: Jeremy Corbyn erklärt Gespräche mit Regierung für gescheitert

Labour-Chef Jeremy Corbyn erklärt Brexit-Gespräche mit Regierung für gescheitert

17.05.2019, 12:2817.05.2019, 12:52
epa07573306 A handout photo made available by the UK Parliament shows Labour leader Jeremy Corbyn (C) speaking during the Prime Minister's Questions in the House of Commons in Westminster, centra ...
Jeremy Corbyn.Bild: EPA/UK PARLIAMENT

Die wochenlangen Gespräche zwischen der britischen Regierung und der Opposition über einen Kompromiss im Brexit-Streit sind vorerst gescheitert. Im Ringen um einen Kompromiss hat Labour-Chef Jeremy Corbyn den Dialog abgebrochen.

«Wir waren nicht in der Lage, gewichtige politische Differenzen zwischen uns zu überbrücken», sagte Corbyn der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge am Freitag in London.

Premierministerin Theresa May hatte die Gespräche mit Labour Ende März in die Wege geleitet, nachdem sie mit ihrem mit der EU ausgehandelten Austrittsabkommen zum dritten Mal im Parlament gescheitert war. Sie will das Abkommen nun Anfang Juni über den Umweg eines Gesetzgebungsverfahrens erneut den Abgeordneten vorlegen. Dafür hatte sie auf Unterstützung der Labour-Partei gehofft. Das dürfte nun schwierig werden.

Die Frist für den EU-Austritt wurde bis 31. Oktober verlängert. Eigentlich hätte das Land die Staatengemeinschaft schon am 29. März verlassen sollen.

May steht innerhalb ihrer konservativen Partei massiv unter Druck. Am Donnerstag stimmte sie zu – unabhängig vom Erfolg ihres Deals – noch in diesem Sommer den Zeitplan für ihre Nachfolge festzulegen.

Boris Johnson in Stellung

Für Mays Nachfolge hatte sich am Donnerstag Ex-Aussenminister Boris Johnson in Stellung gebracht. «Natürlich werde ich mich bewerben», sagte Johnson, der sich wochenlang zurückgehalten hatte, am Rande einer Rede in Manchester auf die Frage, ob er bei einem Rücktritt Mays für das Amt des Parteichefs kandidiere. «Das dürfte kein Geheimnis sein.»

Die Regierung sei in den Brexit-Verhandlungen mit Brüssel nicht sehr dynamisch gewesen. Er habe endlosen Appetit, «dem Land auf den richtigen Weg zu helfen». Neben ihm haben schon zahlreiche andere Politiker der Konservativen Partei ihr Interesse bekundet. (sda/dpa/afp)

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