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Kommunisten weltweit feiern 150 Jahre Revolutionsführer Lenin



Russian communists and supporters, wearing face masks to protect against coronavirus, observe social distancing guidelines as they walk to visit the Mausoleum of the Soviet founder Vladimir Lenin to mark the 150th anniversary of his birth, at Moscow's Red Square during a snowfall in Moscow, Russia, Wednesday, April 22, 2020. Russia's Communist Party traditionally marks the birthday of Soviet founder Vlaimir Lenin every year. This year was no exception, even though Muscovites are currently not allowed to leave their homes unless for work, grocery shopping, visiting a doctor or taking out the trash. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)

Lenin hat immer noch viele Anhänger. Bild: AP

Mit roten Fahnen und Nelken haben Kommunisten den 150. Geburtstag von Wladimir Iljitsch Lenin als Anführer der Oktoberrevolution und Gründer der Sowjetunion gefeiert.

In Moskau legten Parlamentsabgeordnete der Kommunistischen Partei trotz einer strengen Ausgangssperre Blumen am Mausoleum mit dem einbalsamierten Leichnam Lenins nieder. Der nationale Wach- und Sicherheitsdienst erlaubte die Aktion am Mittwoch trotz der Corona-Pandemie.

Auch die von dem Oppositionellen Sergej Udalzow geführte Linke Front erinnerte an ihr Idol. Die Partei veröffentlichte im Internet Fotos von roten Fahnen, die von Menschen aus den Fenstern gehängt worden waren. In vielen Ländern feierten die Kommunisten.

In der zu Lenins 100. Geburtstag gegründeten Stadt Sajansk in der Nähe von Irkutsk in Sibirien eröffnete die Verwaltung ein neues Lenin-Denkmal. «Für uns ist das ein Symbol der Gründung der Stadt. Das ist Teil unserer Geschichte. Eine Zukunft haben jene, die sich an ihre Geschichte erinnern und sie achten», sagte Bürgermeister Oleg Borowski einer Mitteilung zufolge.

A woman walks past a statue of Soviet Union founder Vladimir Lenin, in a nearly-empty square due to residents staying at home to avoid the spread of the coronavirus, in St. Petersburg, Russia, Wednesday, April 8, 2020. (AP Photo/Dmitri Lovetsky)

Bild: AP

In vielen Teilen Russlands gelten strenge Ausgangssperren, weshalb grössere Aktionen zum Geburtstag Lenins nicht erlaubt waren. Fünf Jahre nach der Oktoberrevolution von 1917 gründete Lenin den ersten kommunistischen Staat. Die Sowjetunion war das grösste Land der Erde. Sie wurde Ende 1991 aufgelöst.

Lenin ist ein Kampfname - zur Welt kam er am 22. April 1870 als Wladimir Iljitsch Uljanow. Bis heute gibt es Tausende Lenin-Denkmäler auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion, aber auch in anderen Staaten. Die Moskauer Metro trägt bis heute Lenins Namen. Die grösseren Feierlichkeiten will die Kommunistische Partei zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 23.04.2020 08:26
    Highlight Highlight Ob man das feiern soll?

    Millionen von politischen Gefangenen und Toten im Gulag. 40 Jahre Geiselhaft von Ländern wie Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, etc.
    • 7immi 24.04.2020 07:19
      Highlight Highlight @smeyers
      und in keinem Wort wird das erwähnt im Artikel... Vielleicht gewollt?
    • Smeyers 24.04.2020 07:47
      Highlight Highlight @7immi; ich glaube schon, viele wollen den Kommunismus als etwas gutes darstellen was es nicht war. Es ist eine andere Form der Diktatur. Das sieht man in Venezuela und Kuba, aber das wollen unsere Sozialisten nicht akzeptieren.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 22.04.2020 17:55
    Highlight Highlight "Eine Zukunft haben jene, die sich an ihre Geschichte erinnern und sie achten»"
    Lustig, unternimmt doch das heute Russland alles, um die Geschichte der Sowjetunion umzudeuten oder vergessen zu machen.
    • K1aerer 22.04.2020 23:50
      Highlight Highlight Die angeblichen Kommunisten waren ja von den Nazis auch nicht zu unterscheiden. Tötungen von anderen Ethnien waren ebenso Tagesordnung. Die Sowjets waren einfach auf der richtigen Seite.
    • Auric 23.04.2020 08:45
      Highlight Highlight Mit Recht tun die das, ein unmenschlicheres System hat es noch nie vorher gegeben.

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