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2015 tötete eine Bombe 70 Zivilisten im Irak – nun übernimmt Holland Verantwortung



epa07971738 Dutch Defense Minister Ank Bijleveld (R) and Colonel aviator Peter Tankink during a press conference in The Hague, The Netherlands, 04 November 2019, about an attack by a Dutch F-16 on an IS car bomb factory in Hawija, Iraq, in 2015. Dozens of civilian deaths occurred by the attack.  EPA/LEX VAN LIESHOUT

Verteidigungsministerin Ank Bijleveld. Bild: EPA

Die niederländische Regierung hat zugegeben, dass 2015 bei einem Luftangriff gegen die Terrormiliz IS im Nordirak auch Zivilisten getötet worden sind. Insgesamt seien damals in al-Hawidscha 70 Menschen durch eine Bombe aus einem niederländischen F-16-Kampfflugzeug umgekommen, darunter auch eine unbekannte Zahl von IS-Kämpfern.

Ziel des Angriffs sei eine Bombenfabrik des IS in einem Industriegebiet gewesen, sagte die christdemokratische Verteidigungsministerin Ank Bijleveld am Montag in Interview mit der Zeitung «NRC Handelsblad» zund dem Fernsehsender NOS.

Diese Fabrik sei auch zerstört worden. Man habe aber unterschätzt, wie viel Sprengstoff der IS dort gelagert habe. Die durch den Angriff ausgelöste Explosion sei deshalb grösser gewesen als gedacht, und dadurch seien auch viele unschuldige Anwohner getötet worden. Die Niederlande beteiligten sich damals an internationalen Luftschlägen gegen den IS, der einen Grossteil des Nordiraks in seine Gewalt gebracht hatte.

Die damalige Verteidigungsministerin Jeanine Hennis hatte dem Parlament gesagt, dass nach ihren Informationen keine Zivilisten bei dem Angriff zu Tode gekommen seien. Nach Medienberichten tat sie dies wider besseres Wissen. (sda/dpa)

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