International
Homosexualität

In Uganda ist Homosexualität noch immer verboten – die Regenbogenflaggen wehen trotzdem

In Uganda ist Homosexualität noch immer verboten – die Regenbogenflaggen wehen trotzdem

Bei einem Gay-Pride-Marsch in Uganda haben etwa 200 Aktivisten am Samstag an die Aufhebung eines weltweit kritisierten Anti-Homosexuellen-Gesetzes vor einem Jahr erinnert. Homosexualität ist in Uganda aber nach wie vor verboten.
09.08.2015, 05:1809.08.2015, 10:41

In der Stadt Entebbe am Victoria-See schwenkten die Teilnehmer der Kundgebung am Samstag Flaggen in Regenbogenfarben, dem Symbol der Schwulenbewegung, wie ein AFP-Reporter berichtete. Im Umgang mit Homosexuellen gebe es in Uganda «gewisse Fortschritte», sagte einer der Organisatoren des Marsches, Richard Lusimbo. Die Aufhebung des Gesetzes sei ein wichtiges Signal gewesen.

Bereit für die Gay-Pride: Aktivisten in Uganda.
Bereit für die Gay-Pride: Aktivisten in Uganda.Bild: STRINGER/REUTERS

Das von Ugandas langjährigem Präsidenten Yoweri Museveni im Februar 2014 unterzeichnete Gesetz sah unter anderem lebenslange Haftstrafen für Homosexuelle vor und verpflichtete Bürger, Schwule und Lesben bei den Behörden zu denunzieren. In der Folge berichteten Nichtregierungsorganisationen von zahlreichen Übergriffen auf Homosexuelle. Sechs Monate nach Inkrafttreten wurde das Gesetz dann vom Verfassungsgericht gekippt.

Das Vorhaben hatte weltweit Empörung ausgelöst. Die USA verhängten Sanktionen gegen Uganda. Auch andere Geldgeber, darunter internationale Organisationen wie die Weltbank, strichen ihre Finanzhilfen für die Regierung in Kampala. (kad/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Russland überzieht Ukraine mit massiven Luftangriffen – 18 Tote und fast 100 Verletzte
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt 18 Tote und fast 100 Verletzte.
Im Zentrum von Kiew waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens sechs Menschen getötet und 66 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. 40 von ihnen würden stationär behandelt, darunter zwei Kinder. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand. Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugten schwarze Rauchwolken über dem Zentrum von Bränden.
Zur Story