Drei verletzte Swiss-Passagiere aus Spital in Delhi entlassen
Nach der Evakuierung einer Maschine der Swiss im indischen Delhi am Sonntag befindet sich noch eine Person im Spital. Drei weitere Passagiere, die bei dem Vorfall verletzt wurden, konnten dieses mittlerweile verlassen.
Die Fluggesellschaft informierte am frühen Montagnachmittag in einer Mitteilung über den Stand der Dinge. Wegen eines Triebwerksproblems hatte in der Nacht auf Sonntag Ortszeit der Start eines Airbus vorzeitig abgebrochen werden müssen. Passagiere und Besatzung waren daraufhin evakuiert worden.
Eine Person befinde sich derzeit noch in ärztlicher Betreuung, hiess es am Montag vonseiten der Swiss. Am Montagmorgen seien die in der Schweiz stationierten Besatzungsmitglieder in Zürich eingetroffen. Auch die in Delhi stationierten Mitglieder seien wohlauf.
Sobald die indischen Behörden das Flugzeug freigegeben hätten, werde ein Technikteam der Swiss das Triebwerk untersuchen und beurteilen, ob ein Triebwerkwechsel erforderlich sei. Derzeit sei offen, wann die Maschine nach Zürich zurückkehren könne, schrieb die Swiss weiter. Der Flugbetrieb sei davon derzeit nicht betroffen. Auch Flüge seien deswegen nicht gestrichen worden.
Handlungsbedarf beim Handgepäck
Das Problem am Triebwerk sei beim Start des Fluges LX147 um kurz nach 1 Uhr morgens (Ortszeit) aufgetreten, so die Swiss. Die Crew habe den Start abgebrochen und das Flugzeug vorsorglich evakuiert. Zuerst hatte am Sonntag «Blick» online über den Vorfall berichtet.
Laut Swiss-Betriebsleiter Oliver Buchhofer ist eine Evakuierung immer eine aussergewöhnliche Situation - sowohl für Passagiere als auch für die Crew. Letztere sei für solche Situationen intensiv geschult worden und gebe «sehr klare, laute Kommandos».
Buchhofer zufolge ist es eben dieser Ton entscheidend, «damit alle schnell und sicher reagieren». Was Handgepäck betrifft, sieht er aber noch Handlungsbedarf: Damit schnell und sicher evakuiert werden könne, müssten persönliche Gegenstände zurückgelassen werden.
Wer kann, rutscht raus
An Bord des Airbus A330 befanden sich zu dem Zeitpunkt laut Swiss 228 Passagierinnen und Passagiere sowie vier Kleinkinder. Die 13 Crewmitglieder seien, mit Ausnahme einer Flugbegleiterin mit verstauchtem Fuss, wohlauf.
Die meisten Passagiere verliessen das Flugzeug über Notrutschen, wie aus der Mitteilung hervorging. Für einzelne Personen, denen dies nicht möglich war, sei eine Treppe organisiert worden.
Zuletzt hatte die Swiss wegen des Iran-Krieges eine hohe Nachfrage nach Flügen zwischen der indischen Hauptstadt und Zürich vermeldet. Sie verdoppelte darum das tägliche Angebot auf dieser Strecke vorübergehend, wie die Fluggesellschaft Mitte März mitgeteilt hatte. (nil/sda)
