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Drei Tote bei Raketenangriff auf US-Stützpunkt nahe Bagdad



Bei einem Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt im Irak sind am Mittwoch nach US-Angaben drei Menschen getötet worden. Unter ihnen sei ein US- und ein britischer Soldat, teilte ein US-Militärvertreter mit.

U.S. soldiers and journalists inspect the rubble at a site of Iranian bombing, in Ain al-Asad air base, Anbar, Iraq, Monday, Jan. 13, 2020. Ain al-Asad air base was struck by a barrage of Iranian missiles on Wednesday, in retaliation for the U.S. drone strike that killed atop Iranian commander, Gen. Qassem Soleimani, whose killing raised fears of a wider war in the Middle East. (AP Photo/Qassim Abdul-Zahra)

Bereits im Januar schlugen Raketen in amerikanisch mitgenutzten Basen im Irak ein (Archivbild, 13. Januar 2020). Bild: AP

Zuvor hatte die irakische Armee einen Angriff mit mehreren Raketen auf die Armeebasis in Tadschi nahe der Hauptstadt Bagdad gemeldet. Dabei seien auch zwölf weitere Soldaten verwundet worden, teilte die von den USA angeführte Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mit.

Auf dem Stützpunkt Tadschi seien «ungefähr 18» Katjuscha-Raketen eingeschlagen. Irakische Sicherheitskräfte hätten wenige Kilometer entfernt ein Fahrzeug gefunden, das für den Abschuss von Raketen umfunktioniert gewesen sei. Tadschi sei eine irakische Basis, auf der sich Koalitionstruppen zur Ausbildung und Beratung aufhielten.

In den vergangenen Monaten wurden mehr als 20 Angriffe auf US-Stützpunkte im Irak verübt, laut Washington stehen pro-iranische Gruppierungen hinter den Anschlägen.

Die Lage in der Region war Ende Dezember eskaliert, als bei Raketenangriffen im Norden des Irak ein US-Bürger getötet wurde. Als Reaktion darauf flogen die USA zwei Tage später Luftangriffe auf pro-iranische Milizen und töteten mindestens 25 Kämpfer.

Eskalation seit Tötung Soleimani

Anfang Januar wurde bei einem gezielten US-Drohnenangriff im Irak der iranische General Kassem Soleimani sowie der irakische Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis getötet.

Die pro-iranischen Milizen drohten daraufhin mit Vergeltung. Die gezielte Tötung Soleimanis verschärfte die Spannungen zwischen Washington und Teheran und belastete das Verhältnis zwischen den USA und dem Irak.

Das irakische Parlament forderte kurz nach Soleimanis Tod den Abzug aller US-Truppen sowie anderer ausländischer Streitkräfte aus dem Land. Das Votum wurde jedoch bis heute von der Regierung in Bagdad nicht umgesetzt. Etwa 5200 US-Soldaten sind derzeit im Irak stationiert. (sda/afp/dpa)

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