International
Iran

USA verhängen Sanktionen gegen Irans Raumfahrtprogramm

Der iranische Präsident Hassan Ruhani schliesst "bilaterale Gespräche" seines Landes mit den USA aus. (Archivbild)
Der iranische Präsident Hassan Ruhani schloss zuvor «bilaterale Gespräche» seines Landes mit den USA aus. (Archivbild)Bild: AP NY

USA verhängen Sanktionen gegen Irans Raumfahrtprogramm

03.09.2019, 21:5003.09.2019, 23:01

Die US-Regierung hat Irans Raumfahrtprogramm mit Sanktionen belegt. Teheran nutze die zivile Einrichtung und zwei damit verbundene Forschungszentren, um sein militärisches Raketenprogramm voranzutreiben, erklärte das Aussenministerium am Dienstag in Washington.

Einige vom Raumfahrtprogramm entwickelte Technologien seien «praktisch identisch» mit jenen, die für ballistische Raketen benötigt würden. Zudem ermögliche das Raumfahrtprogramm dem Iran, Erfahrung mit Technologien zu sammeln, die für Interkontinentalraketen benötigt würden, hiess es weiter.

Die Sanktionen beziehen sich auf die Iranische Raumfahrtagentur (ISA), das Iranische Zentrum der Raumfahrtforschung (ISRC) und das dazugehörige Institut für Astronautik (ARI). Mit der Eintragung in das US-Sanktionsregister werden mögliche Vermögen der Einrichtungen in den USA blockiert. Zudem könnten künftig auch Personen, die die Einrichtungen unterstützen, mit Sanktionen belegt werden.

«Diese Massnahme sollte der internationalen Wissenschaftsgemeinde als Warnung dienen, dass eine Zusammenarbeit mit dem Iran bei Trägerraketen dem ballistischen Raketenprogramm helfen könnte», so das Ministerium.

Irans Raketenprogramm war vergangene Woche in den Fokus gerückt, nachdem es Berichte über die Explosion einer Rakete bei einem Satellitenstart gab. Der Iran dementierte den Vorfall zunächst, später wurde die Explosion heruntergespielt. US-Präsident Donald Trump veröffentlichte am Freitag über Twitter ein Foto, dass offenbar die Startrampe nach der Explosion zeigte.

Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und haben seither scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt, darunter auch ein Verbot von Ölexporten. (kün/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Trump auf dem Titel
1 / 81
Trump auf dem Titel
«Time» Dezember 2019
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Historischer Tag für die Frauen im Iran
Video: srf
Nach Krawallen in Mailand: Meloni schafft neuen Straftatbestand
Nach den schweren Ausschreitungen in Mailand reagiert Italiens Regierung mit zusätzlichen Soldaten und härteren Strafen. Neu kann bereits die gewalttätige Teilnahme an einer Demonstration mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden.
Nach den Krawallen vom vergangenen Wochenende in Mailand verschärft die Regierung von Giorgia Meloni das Vorgehen gegen gewalttätige Demonstrierende. Wie SRF berichtet, werden zusätzlich 500 Soldaten in die Stadt geschickt, um die Polizei zu unterstützen und weitere Ausschreitungen zu verhindern.
Zur Story