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Ruhani: Der Iran schliesst «bilaterale Gespräche» mit den USA aus



Der iranische Präsident Hassan Ruhani schliesst

Will keine Gespräche mit den USA führen: Der iranische Präsident Hassan Ruhani. Bild: AP NY

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Idee «bilateraler Gespräche» mit den USA ausgeschlossen. Sein Land lehne derartige Verhandlungen grundsätzlich ab, sagte Ruhani am Dienstag in einer Rede vor dem Parlament in Teheran.

Der Iran könne zudem «in den kommenden Tagen» von weiteren Verpflichtungen aus dem Atomabkommen von 2015 abrücken, wenn die Verhandlungen mit den europäischen Vertragspartnern «bis Donnerstag» keine Ergebnisse brächten.

US-Präsident Donald Trump hatte sich beim G7-Gipfel in Biarritz im Grundsatz zu einem Treffen mit Ruhani bereit erklärt. «Wenn die Umstände stimmen, würde ich dem sicherlich zustimmen», sagte er Ende August.

Trump hatte das internationale Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 aufgekündigt. Seit dem Ausstieg verhängte Washington eine Reihe neuer Sanktionen gegen Teheran.

Der Iran verstiess daraufhin seinerseits gegen Teile des Vertrags. Ab Anfang Juli überschritt das Land die erlaubte Menge von 300 Kilogramm auf 3.67 Prozent angereicherten Urans. Kurz darauf erhöhte der Iran überdies den Anreicherungsgrad auf 4.5 Prozent.

Die europäischen Staaten versuchen, das Atomabkommen noch zu retten. Der G7-Gipfel im französischen Biarritz hatte Hoffnungen auf eine leichte Entspannung im Atomkonflikt geweckt.

Derzeit laufen die letzten diplomatischen Bemühungen, um das Abkommen nach dem Ausstieg der USA noch zu retten. Kernpunkt der Verhandlungen soll nach Angaben aus Parlamentskreisen in Teheran eine Kreditlinie in Höhe von 15 Milliarden Dollar sein, die das EU-Trio (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien) dem Iran zur Verfügung stellen wolle, um das Land im Deal zu halten. (dfr/sda/afp/dpa)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • maga84 03.09.2019 17:20
    Highlight Highlight "Der Iran verstiess daraufhin seinerseits gegen Teile des Vertrags."...
    Kann man gegen einem Vertrag "verstossen", der einseitig (von den USA) aufgekündigt wurde? 🤷🏻‍♂️
  • P.M aus W 03.09.2019 15:53
    Highlight Highlight Das kann man verstehen wieso sollte der Iran sich darauf einlassen. Die US Regierung ist für diese Situation verantwortlich. Man kann mit niemanden Verhandeln der nicht bereit ist seinen Verpflichtungen nachzukommen. Wie grausam dieses Regime auch ist. Wenn die USA wirklich Entspannung will sollte sie die Sanktionen leicht lockern als Geste
  • ChiliForever 03.09.2019 12:00
    Highlight Highlight Eigentlich wissen alle Menschen, wie schlimm Krieg ist.

    Hier sieht man aber, warum es trotzdem immer wieder dazu kommt und welche Arten von Menschen diese Konflikte herbeiführen...

    • Posersalami 03.09.2019 13:05
      Highlight Highlight Wegen Ruhani? Ich würde auch nicht mit den USA an einen Tisch hocken wollen bei der Vorgeschichte! Der Iran hat sich nichts zu Schulden kommen lassen, die USA sind hier einfach nicht im Recht. Punkt
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 03.09.2019 11:17
    Highlight Highlight Oh nein, der Iran baut Atomraketen!
    Wer hätte das je gedacht? Said no one ever.

    Jeder, der auch nur eine Sekunde an die Versprechen der Mullahs aus dem Schariastaat geglaubt hat, hatte nur Dollarzeichen vor den Augen.
  • RicoH 03.09.2019 10:05
    Highlight Highlight Ich kann die Reaktion von Ruhani durchaus nachvollziehen.

    Der Vertrag wurde mit den fünf ständigen Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates (USA, Russland, China, Grossbritannien, Frankreich) und zusätzlich Deutschland geschlossen.

    Ergo sind diesbezüglich die Grossmächte der Verhandlungspartner mit Iran und nicht die aus dem Kreis scherende USA.

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