Polizei löst Proteste gegen Iran-Krieg in Tel Aviv gewaltsam auf
Genau einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs, am Samstag, dem 28. März, kam es in der israelischen Stadt Tel Aviv zu Protesten gegen den Iran-Krieg. Dabei versammelten sich hunderte von Menschen. Sie trugen Schilder mit sich und riefen Parolen.
Die Demonstrierenden forderten das Ende des Iran-Kriegs und, dass alle beteiligten Parteien die Waffen niederlegen. In dieser Forderung inbegriffen ist auch die Entwaffnung Israels. Die Demonstrierenden wurden im Laufe des Protests von der Polizei gestoppt. Dabei wurden mindestens 15 Personen festgenommen.
Die Beamten griffen gewaltsam in die Ansammlung ein, zerrten die Teilnehmenden auseinander und zu Boden. Laut Medienberichten wurde auf vereinzelte Teilnehmer des Protests eingeschlagen oder sie wurden in den Würgegriff genommen. Diese Informationen können bis anhin nicht unabhängig überprüft werden.
Der Protest wurde von der Polizei als unbewilligt erklärt, weswegen er aufgelöst wurde. In Israel sind grosse Menschenansammlungen aktuell aus Angst vor iranischen Angriffen verboten. In mehreren anderen israelischen Städten fanden zeitgleich ebenfalls Proteste gegen den Krieg statt. Auch diese wurden aufgelöst und es wurden vereinzelt Personen festgenommen.
Laut der Organisation «Standing Together» habe die Polizei den Auftrag, Demonstrierende festzunehmen und deren Widerstand zu unterdrücken. Die Organisation setzt sich dafür ein, den Frieden im Nahen Osten wiederherzustellen. Ausserdem setzt sie sich für Frieden und die rechtliche Aufarbeitung des Gaza-Konflikts ein.
Bereits seit Beginn des Iran-Kriegs gehen die Menschen in Israel für den Frieden auf die Strasse. An den Protesten nahmen anfangs nur einige Dutzend Leute teil, mittlerweile steigt diese Zahl stetig. (nib)
