International
Iran

Waggons entgleist – viele Tote nach Zugunglück im Iran

Waggons entgleist – viele Tote nach Zugunglück im Iran

08.06.2022, 08:3808.06.2022, 13:17
In this photo provided by Iranian Red Crescent Society, rescuers work at the scene where a passenger train partially derailed near the desert city of Tabas in eastern Iran, Wednesday, June 8, 2022. (I ...
Bild: keystone

Bei einem Zugunglück im Iran sind mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen.

Mehrere Dutzend weitere Passagiere seien bei dem Unfall nahe der Stadt Tabas verletzt worden, teilte die iranische Nachrichtenagentur Isna am Mittwoch unter Berufung auf den Rettungsdienst mit. Demnach war der Zug auf der Strecke zwischen der Pilgerstadt Maschhad und der Wüstenstadt Jasd entgleist. Der Innenminister und der Transportminister waren vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die genaue Ursache war zunächst unklar.

Bilder der staatlichen Nachrichtenagentur Irna zeigten entgleiste und umgestürzte Waggons inmitten von Staub. Rettungskräfte eilten zu dem Unglücksort etwa 50 Kilometer ausserhalb von Tabas. Auch Hubschrauber waren im Einsatz, um Schwerverletzte zu retten. Fast 350 Passagiere sollen im Zug gewesen sein. Acht von elf Waggons sprangen nach Angaben des Gouverneursamts der Provinz Chorasan aus dem Gleis.

epa10001462 A handout photo made available by the Iranian Red Crescent Society (IRCS) shows the aftermath of the collision between a train and an excavator near Tabas, Yazd province, Iran, 08 June 202 ...
Bild: keystone

Ein Reisender schilderte Isna die Momente des Unglücks, als der Zug plötzlich scharf bremste: «Die Passagiere haben ihr Gleichgewicht verloren und flogen wie Bälle umher. Die Scheiben unseres Abteils gingen in die Brüche», sagte der Augenzeuge. «Wir konnten aber durchs zerbrochene Fenster entkommen».

Das Unglück erinnert an eine schwere Zugkatastrophe 2016, als im Nordosten Irans Dutzende Menschen getötet und verletzt wurden. Damals wurden die Rettungsarbeiten auch dadurch erschwert, dass der Unglücksort in einer abgelegenen Region lag. Der schwerste Bahnunfall im Iran ereignete sich 2004, als ein mit Chemikalien beladener Güterzug bei Nischabur explodierte und mehr als 300 Menschen in den Tod riss. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Dichter Rauch machte Gotthardtunnel zur Todesfalle – was vor 25 Jahren geschah
Heute vor 25 Jahren hat im Gotthard die Kollision zweier Camions in einem Brandinferno geendet. Elf Menschen erstickten oder verbrannten. Es war die vierte Tunnelbrandkatastrophe in den Alpen innert weniger Jahre. Darauf wurde in die Sicherheit der Tunnel investiert.
Am 24. Oktober 2001 fuhr kurz nach 9.30 Uhr ein von Italien kommender belgischer Lastwagen in den 17 Kilometer langen Gotthardstrassentunnel. Hinter dem Steuer sass ein Türke, der in Belgien mit einem Touristenvisum arbeitete. Er hatte Alkohol getrunken.
Zur Story