Lufträume weiter gesperrt – keine Flüge von und nach Dubai bis Samstag
Die Sperrungen im Luftverkehr wegen des Iran-Kriegs dauern weiter an. Die irakische Zivilluftfahrtbehörde kündigte an, der Luftraum bleibe bis Samstag geschlossen. Auch die Lufträume von Bahrain, Kuwait und Katar bleiben nach Angaben von vor Ort weiterhin gesperrt.
Die staatliche Fluggesellschaft Qatar Airways kündigte an, am Freitag ein weiteres Update zur Lage zu veröffentlichen. Die Regierung in Doha hatte zuvor mitgeteilt, dass mehr als 8'000 Menschen im Land festsitzen, weitere befänden sich auf Kreuzfahrtschiffen.
Der internationale Flughafen von Kuwait wurde am Samstag bereits Ziel eines Drohnenangriffs. Dabei wurden mehrere Beschäftigte leicht verletzt, zudem entstanden Schäden an einem der Passagierterminals.
Keine Flüge von und nach Dubai bis Samstag
Jordanien hatte seinen Luftraum am Dienstag nach einer kurzen Sperrung wieder freigegeben. Die Flughäfen in Saudi-Arabien und Oman sind zwar geöffnet, allerdings kommt es wegen der Sperrungen in Nachbarländern weiterhin zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr.
Die Vereinigten Arabischen Emirate nahmen nach einer vorübergehenden Aussetzung den Flugverkehr in begrenztem Umfang wieder auf, um gestrandeten Passagieren die Ausreise zu ermöglichen. Am Mittag kündigte die emiratische Fluggesellschaft Emirates an, alle planmässigen Flüge von und nach Dubai aufgrund von Luftraumsperrungen in der Region bis Samstagnacht auszusetzen. Ein begrenzter Flugplan bleibe aber bestehen.
Viele wollen mit Privatjet aus Dubai ausfliegen
Angesichts des Iran-Kriegs versuchen einige Menschen auch, mit gecharterten Privatjets aus der Golfregion herauszukommen.
Man habe eine sehr hohe Zahl an Anfragen von Menschen erhalten, die Dubai schnell verlassen wollten, sagte der Charterflug-Anbieter Global Charter der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Auch der Anbieter Jet-VIP sprach von einer gestiegenen Nachfrage nach spontanen Flügen seit Beginn der Spannungen am Golf.
Nicht nur die üblichen Kunden, sondern auch Geschäftsreisende und Familien hätten sie kontaktiert, erzählte Unternehmenschef Altay Kula der dpa.
Die Preise für solche Flüge seien dabei deutlich höher als normalerweise, hiess es von Global Charter. Grund dafür seien unter anderem Versicherungsbedingungen. Kula begründete die Preise unter anderem damit, dass Flugstrecken teils länger würden, um gewisse Lufträume zu vermeiden. Zudem sei die Nachfrage hoch, doch die Zahl der Jets und auch des Personals, die in dem Gebiet zu fliegen bereit seien, sei begrenzt. Genaue Preise nannten die Unternehmen nicht.
(pre/sda/cma)
