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Nach Drohnen-Angriff auf Zypern: Iran warnt Europa vor Kriegseintritt

Nach Drohnen-Angriff auf Zypern: Mullahs warnen Europa vor Kriegseintritt

Nach dem Angriff auf eine Militärbasis auf Zypern rückt der Krieg gefährlich nah an Europa heran. Europäische Staaten schicken Schiffe und Kampfjets in die Region – Teheran spricht bereits von «Kriegshandlungen». Droht der direkte Zusammenstoss?
03.03.2026, 19:3503.03.2026, 19:35
Remo Hess, Brüssel / ch media
Kimon, the first of four modern French-built frigates, as part of Greece's major military modernization program, sails at the Saronic Golf seen from Piraeus, near Athens, Greece, Thursday, Jan. 1 ...
Verstärkung für Zypern: Fregatte «Kimon» der griechischen Marine. (Bild: 15. Januar 2026 nahe Athen).Bild: keystone

Europa droht in den Krieg gegen den Iran hineingezogen zu werden: In der Nacht auf Montag wurde die britische Militärbasis Akrotiri auf Zypern von einer iranischen Drohne getroffen. Zwei weitere Kamikazedrohnen konnten abgefangen werden. Griechenland kam seinem EU-Nachbarn noch am selben Tag zu Hilfe und entsandte zwei Kriegsschiffe, darunter auch die brandneue Fregatte «Kimon».

Das Kriegsschiff wurde in Frankreich gebaut und erst letztes Jahr in Dienst gestellt. Neben der Verstärkung zur See verlegte Athen auch vier F-16-Kampfjets und eine Luftabwehrbatterie auf die nicht einmal 400 Kilometer von Israel entfernte Mittelmeer-Insel. Am Dienstagnachmittag kündigte der britische Premier die Verlegung des Zerstörers HMS Dragon und von Helikoptern mit Anti-Drohnen-Fähigkeiten nach Zypern an.

Frankreich und Grossbritannien bereit zu «Defensivmassnahmen»

Gleichzeitig verstärken andere europäische Länder ihre Präsenz in der Konfliktregion. Französische Rafale-Jets patrouillieren in den Vereinigten Arabischen Emiraten, um die dort befindlichen französischen Militärbasen und das darauf stationierte Personal zu schützen. Nach einem Treffen der EU-Aussenminister kündigte Frankreich zudem an, die EU-Operation «Aspides» mit zwei zusätzlichen Kriegsschiffen zu verstärken.

Aspides wurde vor rund zwei Jahren gestartet, um Angriffe der Huthi-Milizen auf Handelsschiffe im Golf von Aden abzuwehren. Zuletzt waren je ein italienisches, griechisches und französisches Kriegsschiff im Einsatz.

Zusammen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, dem britischen Premier Keir Starmer und dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz haben die Länder erklärt, dass man bereit zu «militärischen Defensivmassnahmen» sei. Dies, um befreundeten Staaten in der Region zu helfen und die iranische Bedrohung «an der Quelle» auszuschalten. Übersetzt heisst das: Angriffe auf iranische Raketenstellungen, Munitionsdepots oder Drohnenabschussrampen.

epa04177618 A photo taken and made available by the British Ministry of Defence (MoD) on 23 April 2014 shows 'HMS Dragon' (R) accompanying the Russian destroyer Vice Admiral Kulakov (backgro ...
Kernfähigkeit Luftverteidigung: Der britische Zerstörer HMS Dragon wird nach Zypern geschickt. (Archivbild, 23. April 2014)Bild: EPA

Iran warnt vor «Komplizenschaft mit dem Aggressor»

In Teheran haben die Mullahs die Ankündigung zum Anlass genommen, die Europäer eindringlich von einem Kriegseintritt zu warnen. «Defensiv ist das gleiche wie offensiv», sagte ein Sprecher des iranischen Aussenministeriums am Dienstag. Und weiter: «Jede Handlung gegen den Iran wird als Komplizenschaft mit den Aggressoren» und als «Kriegshandlung» betrachtet.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

Für die europäischen Länder ist die Situation nicht nur heikel, weil sie wie die Amerikaner verschiedene Stützpunkte in den Golf-Staaten unterhalten, die im Fall Frankreichs in Abu Dhabi bereits zum Ziel von Angriffen wurden. Dazu kommt, dass hunderttausende Europäerinnen und Europäer in der Region leben. Laut Frankreichs Aussenminister Jean-Noël Barrot befinden sich fast 400'000 Franzosen dauerhaft oder vorübergehend in den vom Konflikt betroffenen zwölf Golfstaaten. Mindestens 200'000 Britinnen und Briten sind gemäss Angaben aus London im Nahen Osten gemeldet. Eine solche Zahl an Menschen kurzfristig zu evakuieren, ist praktisch unmöglich.

Gaspreis schnellt in die Höhe

Derweil hat die Eskalation in Nahost auch direkte Auswirkungen auf den Krieg in der Ukraine. Nachdem Katar seine Produktion von Flüssiggas nach iranischem Raketenbeschuss vorerst eingestellt hat, schnellte der Gaspreis an den Grosshandelsmärkten in die Höhe. Dies wiederum bringt hohe Mehreinnahmen für Russlands Kriegskasse.

In Europa befürchten die Regierungen zudem eine Wiederholung der Energiekrise, wie sie zu Beginn des Ukraine-Krieges eintrat. Das heisst: Stark gestiegene Preise für Gas und Öl und damit ein starker Anstieg der Inflation. (aargauerzeitung.ch)

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USA und Israel haben am 28. Februar 2026 den Iran angegriffen. Diese Aufnahme zeigt den Abschuss einer Rakete von einem Schiff der US-Marine.

quelle: keystone
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Statt über den Iran sprach Trump an der Pressekonferenz lieber über … Vorhänge
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