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Abu Mohammed al-Adnani

Abu Mohammed al-Adnani: Rhetorische Stärkung des IS. Bild: screenshot

Terrorbotschaft des IS: «Wir werden das Weisse Haus, Big Ben und den Eiffelturm explodieren lassen» 

Der «Islamische Staat» spielt die jüngsten Gebietsverluste im Irak und in Syrien herunter – und droht stattdessen mit Anschlägen in Europa. IS-Sprecher Adnani hat zudem den Treueeid von Boko Haram akzeptiert.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die vergangenen Wochen liefen für die Kommandeure der Terrororganisation «Islamischer Staat» (IS) nicht gerade nach Plan. Die Einnahme des symbolträchtigen kurdischen Ortes Kobane ist gescheitert, die Miliz verliert zudem die Kontrolle über die irakische Stadt Tikrit.

Doch die IS-Führung spielt die Verluste herunter. Der Pressesprecher der Dschihadisten, Abu Mohammed al-Adnani, hat sich in einer 27-minütigen Audiobotschaft an die Anhänger gewandt. Die Meldungen über militärische Erfolge der Anti-IS-Koalition seien falsch und beruhten auf Illusionen. «Der Staat bleibt standhaft, wird immer stärker und er bleibt siegreich», sagte Adnani.

Die Niederlage in der Schlacht um Kobane deutete Adnani in einen Erfolg für den IS um. «Es ist ein Sieg für uns, wenn das Pentagon nach Monaten die Rückeroberung einer kleinen Stadt feiert», sagte der IS-Sprecher.

Islamisten zerstören Kulturgüter

Während die USA um kleine Städte wie Kobane kämpfe, habe der IS viel grössere Metropolen im Visier. Unter anderem nannte er Granada, die einstige Hauptstadt des islamischen Reiches auf der iberischen Halbinsel, Paris und Rom. «Wir werden das Weisse Haus, Big Ben und den Eiffelturm explodieren lassen», sagte Adnani weiter.

Der Feldzug des IS werde erst enden, wenn die gesamte Welt von den Islamisten beherrscht wird. Den Christen und Juden blieben dann zwei Möglichkeiten – entweder sie treten zum Islam über oder sie müssten die Kopfsteuer zahlen und damit ein Leben als Bürger zweiter Klasse führen.

In seiner Rede erklärte Adnani, dass der IS den Treueeid der nigerianischen Terrorgruppe Boko Haram akzeptiere. «Wir teilen euch die gute Nachricht mit, dass sich das Kalifat bis nach Westafrika ausgebreitet hat», sagte der IS-Sprecher. Am Samstag hatte Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau dem selbsternannten Kalifen Abu Bakr al-Baghdadi die Treue geschworen.

Jene Dschihadisten, denen die Ausreise nach Syrien und in den Irak verweigert wird, sollten sich Boko Haram anschliessen, forderte Adnani. Mit dem Treueeid der afrikanischen Islamisten habe sich «eine neue Tür geöffnet, um in das Land des Islams auszuwandern und zu kämpfen». (syd/Reuters)

Boko Haram

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 13.03.2015 12:08
    Highlight Highlight Wie lästern oder lachen - aber ob das nur schon mittelfristig ausreicht? Der UNO-Generalsekretär jammert und trauert den unwiederbringbaren Kulturgütern der Welt nach, welche ISIS nun systematisch zerstört, und verlangt dringende Abhilfe. Abhilfe heisst, dass die Staatengemeinschaft JETZT hinstehen und was konstruktives unternehmen muss, statt sich in Abwarten zu üben und blauäugig (oder gar "pazifistisch") anzunehmen, das Problem IS erledige sich entweder von alleine, oder durch blosse Luftangriffen und einigen beherzten Peschmergakämpfern auf dem Boden. Man wird nicht darum herumkommen (schon um langfristig die eigenen Staaten und Bürger gegen den Terror zu sichern) seitens der UN zahlenmässig ganz massive Bodentruppen, modernst gerüstet, auf diese kriminell-religiöse Bande zu hetzen und sie Stück für Stück knallhart auszumerzen. Sei dies nun im Irak, in Syrien, in Libyen oder Nigeria. To be, or not to be, heisst hier langfristig die einzige realistische Devise....
  • roschef 13.03.2015 10:49
    Highlight Highlight "Den Christen und Juden blieben dann zwei Möglichkeiten – entweder sie treten zum Islam über oder sie müssten die Kopfsteuer zahlen und damit ein Leben als Bürger zweiter Klasse führen." Der IS macht sich mit solchen Aussagen nur noch lächerlich(er).
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 13.03.2015 10:26
    Highlight Highlight Ich habe nie Krieg erlebt und war noch nie in einem Krisengebiet. Es ist mir mir aber nicht ganz unvorstellbar im Rahmen einer staatlichen Organisation wie der Armee dazu beizutragen, dass der IS z.B. hier nie Schaden anrichten kann.
  • Mi(d)as 13.03.2015 10:04
    Highlight Highlight Die Spinnen doch allesamt. Aber leider ist es diesen Total-Freaks zuzutrauen, dass sie alles kurz und klein schlagen. Die Frage, warum die westlichen Staaten nicht schon längst eingegriffen haben, ist einfach zu beantworten: Es lohnt sich nicht. Frieden ist nichts für Reiche Leute, weil das einfach zu teuer ist. Gesundheit übrigens auch nicht, was ist eigentlich mit Ebola geschehen?
    • Mafi 13.03.2015 10:58
      Highlight Highlight Ebola ist beinahe besiegt, und wurde erfolgreich durch die Unterstützung der "Westlichen" Staaten bekämpft - "Get you facts right! :D"
  • decay 13.03.2015 09:47
    Highlight Highlight Hat irgendjemand mal vor diese IS explodieren zu lassen?oder werden die noch gebraucht?
    • The Destiny // Team Telegram 13.03.2015 11:51
      Highlight Highlight Der IS wird als Instabilitätsfaktor/Wirtschaftswachstumsbremse im nahen Osten gebraucht.
      Daher nein.
    • decay 13.03.2015 17:40
      Highlight Highlight Könnte man nicht die usa als instabilitätsfaktor nehmen die sind mir sympatischer. XD
  • zombie1969 13.03.2015 08:13
    Highlight Highlight Gegen solche Mörder wie beim Daesh (IS) oder Boko Haram braucht man eine Waffe, die umso stärker wirkt, je radikaler der Gegner ist. Und die gibt es auch. Die Zauberwaffe nennt sich: Flugblätter!
    Diese müssen flächendeckend über Daesh und Boko Haram-Gebiet abgeworfen werden. Deren Überschrift heisst: "Wettbewerb: Malen nach Zahlen. Sofortgewinn: 72 Jungfrauen!"
    Minuten später, wenn die Nummern durch Linien verbunden sind, werden die Jihad-Kämpfer feststellen, dass sie eigenhändig Mohammed-Karrikaturen gezeichnet haben. Was dann passiert sollte klar sein....
    • Mi(d)as 13.03.2015 10:42
      Highlight Highlight Made my day hahahahha
  • Sandromedar 13.03.2015 07:58
    Highlight Highlight ich traue denen das zu... auch wenn die perspektive auf ein kalifat für sie schon jetzt gestorben ist wollen diese verrückten noch möglichst viel schaden in der welt hinterlassen
    • Thaddäus 13.03.2015 11:08
      Highlight Highlight @grufti warst du denn denn dort, oder plapperst du das nach was in unseren Boulevardzeitungen steht?
    • Sandromedar 13.03.2015 18:58
      Highlight Highlight eine logistische leistung wäre es sicher den big ben komplett in die luft zu jagen, zumal da hollywoodreif bombem platzierz werden müssten. aber irgendwo in europa jemanden zu finden der sich mit nem kilo C4 in die eifelturmschlange stellt sollte nicht das grösste problem sein... vielleicht ist der verschollene putin der attentäter?

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