International
Islamischer Staat (IS)

Saudischer Prinz mit zwei Tonnen Aufputsch-Drogen erwischt

Für Kämpfer bestimmt? Saudischer Prinz mit zwei Tonnen Aufputsch-Drogen in Beirut erwischt

28.10.2015, 03:2306.01.2016, 08:15
Beschlagnahmte Metamphetamine, hier allerdings in Thailand.
Beschlagnahmte Metamphetamine, hier allerdings in Thailand.
Bild: NARONG SANGNAK/EPA/KEYSTONE

Die libanesische Polizei hat am internationalen Flughafen von Beirut eine grosse Menge Aufputsch-Drogen sichergestellt und fünf Männer aus Saudi-Arabien festgenommen. Unter den Verdächtigen soll auch ein Mitglied der saudischen Königsfamilie sein, wie mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Sicherheitskreise meldeten.

Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA am Montag berichtete, wollten Schmuggler zwei Tonnen des Stoffes mit dem Namen Captagon in einem Privatjet in die saudische Hauptstadt Riad bringen.

Captagon enthält den Wirkstoff Fenetyllin. Wegen seiner aufputschenden Wirkung wird Captagon auch von Sportlern als Dopingmittel verwendet. In Saudi-Arabien droht bei Drogenhandel die Todesstrafe.

Laut einem UNO-Bericht aus dem Jahr 2014 wächst der illegale Handel mit Aufputschmitteln im Mittleren Osten. Vor allem Saudi-Arabien, Jordanien und Syrien sind betroffen. Auch in Kriegen sind die Aufputschmittel weit verbreitet. Laut Medienberichten kommen sie auch im Syrien-Krieg in rauen Mengen zum Einsatz. (trs/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Entschlossen, unsere Souveränität zu wahren»: Europäer warnen vor Grönland-Eskalation
Nach der Zolldrohung von US-Präsident Trump im Grönland-Streit schliessen die europäischen Länder die Reihen.
Die zunehmend mit Drohungen versehenen Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel Grönland haben zu wachsenden transatlantischen Spannungen geführt. Der Streit hatte am Samstag eine neue Dimension erreicht, als Trump Strafzölle gegen Deutschland und weitere EU-Staaten ankündigte, die sich hinter die Weigerung Dänemarks gestellt hatten, Grönland an die USA abzutreten.
Zur Story