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Israel liefert 10.5 Tonnen Post ins Westjordanland aus – 8 Jahre zu spät



epa06952399 A Palestinian employee sorts undelivered mail  at the Palestinian central international exchange post office in the West Bank city of Jericho, 16 August 2018. Earlier on the same week Israel released 10 tonnes of undelivered mail dating as far as 2010, it included packages, letters, and internet orders intended for Palestinians in the West Bank, Gaza, and Jerusalem.  EPA/ATEF SAFADI

Bild: EPA/EPA

Israel erlaubt die Lieferung von rund 10.5 Tonnen Post ins besetzte Westjordanland. Dies bestätigte die zuständige israelische Behörde Cogat am Donnerstag. Die Postsendungen waren bisher in Jordanien zurückgehalten worden.

Laut Angaben des palästinensischen Postdienstes hat Israel diese Sendungen seit 2010 blockiert. Es handele sich dabei um einfache Briefe, aber auch Pakete mit Waren, sagte Direktor Hussein Sawafta. Die Post liefere die Briefe und Pakete nun dahin aus, wo sie hingehörten.

Zum Grund für die Blockade sagte Sawafta, die Absender hätten «Palästina Post» statt «Westjordanland, Israel» bei der Adresse der Empfänger angegeben. Deswegen habe Israel keine Gebühren darauf erheben können. Israel nehme etwa am internationalen Flughafen Ben Gurion für palästinensische Post jährlich Gebühren in Höhe von insgesamt 440'000 Euro ein. Man habe die Post nun als Geste guten Willens vor einer internationalen Post-Konferenz in Äthiopien freigegeben.

epa06952407 Palestinian employees sort undelivered mail  at the Palestinian central international exchange post office in the West Bank city of Jericho, 16 August 2018. Earlier on the same week Israel released 10 tonnes of undelivered mail dating as far as 2010, it included packages, letters, and internet orders intended for Palestinians in the West Bank, Gaza, and Jerusalem.  EPA/ATEF SAFADI

Bild: EPA/EPA

Cogat sagte dagegen, aktuell gebe es generell «keinen direkten Postverkehr». Vor rund einem Jahr sei ein grundsätzliches Abkommen zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah unterzeichnet worden. Allerdings werde das Abkommen noch nicht umgesetzt. Die Freigabe der 10.5 Tonnen Post sei nun «eine Geste» und «ein einmaliger Transfer».

Israel hat 1967 während des Sechstagekrieges unter anderem das Westjordanland erobert. Israel kontrolliert auch den Grenzübergang für Palästinenser nach Jordanien. Im Westjordanland leben nach palästinensischen Angaben rund 2.9 Millionen Palästinenser. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Snowy 16.08.2018 16:39
    Highlight Highlight Wie grossherzig von Israel. Was sind da schon die paar Jahre Verspätung. Immerhin stand ganz klar eine falsche Adresse drauf: Palästina gibt es nämlich gar nicht!
    Israel zeigt ja in letzter Zeit oft guten Willen. So z.B. als man die heldenhaften, babyrettenden Weisshelme aus Syrien nach Israel immigrieren liess.

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