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Huthi bestätigen: Ministerpräsident bei israelischem Luftangriff getötet

Huthi bestätigen: Mehrere Regierungsmitglieder bei israelischem Luftangriff getötet

Im Jemen sind durch einen israelischen Luftangriff vor wenigen Tagen der Ministerpräsident der Huthi-Miliz und mehrere ihrer Minister getötet worden.
31.08.2025, 06:3431.08.2025, 06:48

Ahmed al-Rahaui und die Minister seien in der Hauptstadt Sanaa zu Tode gekommen, teilte die vom Iran unterstützte Organisation mit. Bei dem Angriff auf eine Versammlung der Miliz seien auch weitere Mitglieder verletzt worden. Die Huthi-Regierung in Sanaa und im Norden des Jemens, den die Miliz seit rund zehn Jahren kontrolliert, werde ihre Arbeit fortsetzen, hiess es.

epa12337501 (FILE) - Houthi Prime Minister Ahmed Al-Rahawi gives a speech during his visit to the Hamas office in Sana'a, Yemen, 19 August 2024 (reissued 30 August 2025). Ahmed Al-Rahawi was kill ...
Ahmed al-Rahaui bei einem Medientermin 2024.Bild: keystone

Die Regierung der Huthi wird international nicht anerkannt. Die Organisation hatte al-Rahaui vor einem Jahr zum Regierungschef ernannt. Er galt wie seine Vorgänger aber als eher symbolische Figur ohne wirkliche Macht. Anführer der Miliz ist Abdel Malik al-Huthi, dessen Bruder die schiitische Organisation vor etwa 30 Jahren gegründet hatte.

epa12334379 Houthi supporters gather in front of a digital billboard featuring Houthi leader Abdul-Malik al-Houthi, during a protest against Israel in Sana'a, Yemen, 29 August 2025. Thousands of  ...
Abdel Malik al-Huthi (auf dem Screen) gilt als wahrer Anführer der Huthi.Bild: keystone

Mit der Verkündung von al-Rahauis Tod wurde umgehend ein Nachfolger ernannt. Der oberste politische Rat der Huthi habe Mohammed Ahmed zum amtierenden Ministerpräsidenten ernannt, erklärte die Organisation laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Saba, die von den Huthi kontrolliert wird. Mohammed Ahmed diente bisher als Vize unter al-Rahaui.

Israel hatte am Donnerstag die jemenitische Hauptstadt Sanaa angegriffen. Ziel des Luftangriffs sei eine Einrichtung gewesen, in der «Dutzende» führende Mitglieder des «terroristischen Huthi-Regimes» zugegen gewesen seien, erklärte das israelische Militär am Samstagabend. Dabei seien al-Rahaui und weitere ranghohe Huthi-Vertreter getötet worden, hiess es weiter.

Die Huthi greifen seit Beginn des Gaza-Kriegs vor fast zwei Jahren immer wieder Handelsschiffe und teils auch Israel selbst an – mit dem erklärten Ziel, die Palästinenser zu unterstützen.

Die Huthi bezeichnen sich offiziell als «Ansar Allah» («Unterstützer Gottes») und sind nach Einschätzung von Experten die stärkste Kraft im Jemen, wo seit 2014 ein Bürgerkrieg herrscht. (sda/dpa)

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