International
Israel

Palästinensischer Ex-Regierungschef Kureia gestorben

Palästinensischer Ex-Regierungschef Kureia gestorben

23.02.2023, 13:3023.02.2023, 16:26

Der frühere palästinensische Regierungschef und Mit-Architekt der Osloer Friedensverträge Ahmed Kureia ist tot.

Er sei am Mittwoch im Alter von 85 Jahren gestorben, erklärte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas. Das Gründungsmitglied der palästinensischen Fatah-Bewegung sollte am Donnerstag in Ramallah beerdigt werden.

Kureia wurde östlich von Jerusalem in Abu Dis geboren und galt als einer der Hauptakteure bei den Osloer Friedensverhandlungen mit Israel. Er war 1996 der erste Parlamentssprecher des Palästinensischen Legislativrats, bis er 2003 unter Abbas Regierungschef wurde. Rund drei Jahre später wurde er nach einer Wahlniederlage gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas abgelöst.

Die Osloer Verträge galten als Meilenstein im Nahost-Friedensprozess. Am 13. September 1993 unterzeichneten Israel und die Palästinensische Befreiungsorganisation PLO in Washington eine Prinzipienerklärung, die unter anderem zur Einrichtung der Palästinensischen Autonomiebehörde führte. Der erwartete Durchbruch zu einer dauerhaften Friedensregelung blieb jedoch aus. Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern liegen seit 2014 brach.

Israel hatte 1967 das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Dort leben heute mehr als 600'000 israelische Siedler. Die UN stufen die Gebiete als besetzt ein. Die Palästinenser wollen sie für einen eigenen Staat Palästina – mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt. (rbu/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Ein Jahr Mars: Freiwillige beenden extremes Nasa-Experiment
Vier Menschen, 160 Quadratmeter Wohnumgebung wie auf dem Mars – und das gut ein Jahr lang: Nach 378 Tagen haben vier Freiwillige ein extremes Nasa-Experiment abgeschlossen, bei dem es um simuliertes Leben auf dem roten Planeten ging. Unter Applaus und Jubel verliessen die drei Männer und eine Frau das Testgelände in Houston im US-Bundesstaat Texas und beendeten damit die zweite Mission des «Chapea»-Programms, wie Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa zeigten.
Zur Story