International
Israel

England: Mann aus Wut über Gaza-Krieg erstochen – lebenslange Haft

Mann ersticht aus Wut über Gaza-Krieg einen Engländer – lebenslange Haft

17.05.2024, 15:30
Mehr «International»
Ahmed Ali hat in England einen Mann aus Wut über den Gaza-Krieg erstochen.
Der 45-Jährige erstach kaltblütig einen Mann.Bild: Counter Terrorism Policing North East

Aus Wut über den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen hat ein 45-jähriger Mann in England ein Zufallsopfer erstochen. Deshalb verurteilte ein Gericht in der nordostenglischen Stadt Middlesbrough den Asylbewerber am Freitag zu lebenslanger Haft.

Die Richterin sprach von einem Terrorangriff. Sie entschied, dass der Marokkaner mindestens 45 Jahre im Gefängnis verbringen muss, bevor über seine Freilassung entschieden werden kann.

Die Tat geschah am 15. Oktober 2023, rund eine Woche nach dem beispiellosen Massaker der islamistischen Hamas in Israel. Der Täter griff in der Stadt Hartlepool zunächst in einer Unterkunft für Asylsuchende seinen schlafenden Mitbewohner mit einem Messer an, der zum christlichen Glauben konvertiert war. Der Mann überlebte.

Anschliessend stürmte der Marokkaner bewaffnet auf die Strasse und stach sechs Mal auf einen 70-Jährigen ein, der eben mit seinem Hund Gassi ging. Der Täter wurde wegen Mordes und versuchten Mordes schuldig gesprochen sowie wegen eines Angriffs auf zwei Polizeibeamtinnen während eines Verhörs. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
skandalf
17.05.2024 15:50registriert November 2021
Manchmal habe ich das Gefühl, dass man manchen Menschen auf den ersten Blick ansieht, dass da psychisch nicht die norm innewohnt um es mal diplomatisch auszudrücken.
706
Melden
Zum Kommentar
avatar
Knäckebrot
17.05.2024 15:42registriert Juni 2017
Da es sich - meiner Menschenkenntnis nach - beim Täter zu 99% nicht um einen tief reflektierten Systematiker handelt, sondern eher um einen impulsiven Menschen, der sein ansozialisiertes Weltbild kaum hinterfragt, zeigt dies sehr viel über die undifferenzierte Sozialisierung.

Manche fliehen vor dem Krieg, merken aber nicht, dass dieser auch nur einer gewissen Haltung entspringen kann und dass sie diese genauso in sich tragen.
586
Melden
Zum Kommentar
avatar
PHILosopher_XI
17.05.2024 16:06registriert Juni 2018
Scheint mir ein klarer Fall von: "Licht ist an, aber niemand zu Hause" zu sein.
393
Melden
Zum Kommentar
16
Ukraine gibt Brückenkopf am Dnipro auf – «Selbstmordkommando» beendet
Um den Brückenkopf zu sichern, nahm die Ukraine hohe Verluste in Kauf. Nun musste sich die Armee wieder zurückziehen. War alles umsonst?

Krynky liegt auf der südlichen Seite des Flusses Dnipro. Auf der Landkarte ist das Fischerdorf kaum mehr als ein schmaler Strich, bestehend aus ein paar Häusern und Strassen. In den letzten neun Monaten jedoch war Krynky ein bedeutsamer Brückenkopf im von Russland besetzten Gebiet.

Zur Story