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Napoli gestaltet Maradona-Kultstätte um

epaselect epa12131224 People gather at the "D10S", a 6.20-metre-high statue dedicated to Diego Armando Maradona, created by Salvador Gaudenti and being inaugurated in the Quartieri Spagnoli, ...
Napoli gab grünes Licht für eine umfassende Umgestaltung des Largo Maradona.Bild: keystone

Nach Streit: Neapel gestaltet Maradona-Kultstätte um

29.01.2026, 12:2129.01.2026, 12:21

Im Streit um den berühmten Maradona-Pilgerort im Herzen von Neapel zeichnet sich nach monatelangen Debatten eine Lösung ab. Die süditalienische Stadt gab grünes Licht für eine umfassende Umgestaltung des Largo Maradona.

Der kleine Platz ist seit Jahren Anziehungspunkt für Touristen und Fans des 2020 gestorbenen Fussballers Diego Maradona aus aller Welt. Der Argentinier spielte von 1984 bis 1991 beim SSC Neapel und gilt dort als Legende.

Der Largo Maradona mitten in den Quartieri Spagnoli (Spanisches Viertel), der offiziell Largo Emanuele De Deo heisst, ist seit Jahren Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen Händlern, Anwohnern und Behörden. Polizeikontrollen, beschlagnahmte Stände für Maradona-Devotionalien sowie ungeklärte Genehmigungen hatten wiederholt für Spannungen gesorgt.

Maradona-Wandbild mit Laken verhüllt

Vergangenes Jahr eskalierte der Streit, als die Polizei eine grosse Razzia am Largo Maradona durchführte: Mehrere Stände wurden konfisziert und Händler bekamen Bussgeldbescheide. Aus Protest verhängten die Betreiber den Wallfahrtsort mit einer Plastikplane. Das berühmte Maradona-Wandbild, das den jungen Diego im Napoli-Trikot an einer Hauswand zeigt, wurde auch verhüllt.

Der bislang ungeordnet genutzte und überfüllte Bereich des Largo Maradona wird nun der Gemeinde übertragen. Diese veranlasste direkt eine neue Gestaltung: Geplant sind eine neue Pflasterung, Sitzbänke, Pflanzen, schattenspendende Pergolen sowie mobile Kioske. Neapels Bürgermeister Gaetano Manfredi spricht von einem «neuen Kapitel» für den Largo Maradona.

Streitpunkt Gewerbelizenzen gelöst?

Mit der Übertragung des Bereichs an die Gemeinde soll auch der zentrale Streitpunkt zwischen Behörden und Händlern beseitigt werden. Die Frage der Gewerbelizenzen der Strassenverkäufer und Imbissbetreiber dort war unklar und sorgte für Razzien. Die Geschäfte der Händler sollen so legal werden. (sda/dpa)

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