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Zahl der Bootsflüchtlinge in Italien halbiert



Die Zahl der Flüchtlinge und Migranten, die Italien auf dem Seeweg erreichen, hat sich in diesem Jahr im Vergleich zu 2018 halbiert. Gegenüber 2017 ergibt sich sogar ein Rückgang um gut 90 Prozent, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Statistik des Innenministeriums hervorgeht.

Demnach landeten 2019 bis zum 24. Dezember 11'439 Flüchtlinge an den italienischen Küsten. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 23'210, im Jahr davor 118'914. Die meisten der Menschen (2654) kamen in diesem Jahr aus Tunesien. Es folgen als Herkunftsländer Pakistan mit 1180 und die Elfenbeinküste mit 1135 Ankömmlingen.

Als Hauptgrund für den starken Rückgang von Flucht und Migration nach Italien gilt ein umstrittenes Abkommen, das die damalige sozialdemokratische Regierung 2017 mit Libyen schloss. Das Memorandum wurde laut Medienberichten von informellen Vereinbarungen mit diversen Milizen des Bürgerkriegslandes begleitet. Ziel war es, Flüchtlinge und Migranten von Libyen aus nicht aufs Meer hinaus zu lassen.

Nach dem Regierungswechsel 2018 wurde der Chef der rechten Lega-Partei, Matteo Salvini, Innenminister. Er verfolgte eine Politik der «geschlossenen Häfen» gegen die Rettungsschiffe auf dem Mittelmeer.

Die seit September dieses Jahres amtierende Mitte-Links-Regierung fährt gegenüber den Hilfsorganisationen einen moderateren Kurs und lässt Rettungsschiffe einlaufen, wie es das internationale Seerecht verlangt. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Geiwetschteiler 26.12.2019 08:45
    Highlight Highlight Ein schöner Beweis das geschlossene Häfen tatsächlich die Flüchtlinge davon abhält, sich absichtlich in "Seenot" zu bringen. Bravo Italien.
    • Ueli der Knecht 26.12.2019 13:15
      Highlight Highlight Hast du den Artikel gelesen?

      Der Grund sind nicht die geschlossenen Häfen, sondern die Internierungslager, Foltergefängnisse und Sklavenmärkte, welche die kriminellen Milizen in Libyen im Auftrag der EU und Italien betreiben.

      Das sind eklatante schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und die dafür Verantwortlichen Beamten, welche diese Straftaten in Auftrag geben, gehören alle vor Gericht und weggesperrt.

      Und an deiner Stelle würde ich mich schämen, dass du solche Verbrechen und das Unrecht an den Wehrlosesten Menschen auch noch toll findest und begrüsst. Schäm dich!
    • Geiwetschteiler 27.12.2019 09:57
      Highlight Highlight Das sind die selben Leute die die Flüchtlinge vorher in Schlauchbooten übers Meer schickten. Damit lies sich vorher einfacher Geld machen.
      Wenn die Häfen geschlossen sind sehen sich die Schlepper nach neuen "Geschäftsmodellen"um. Die Tatsache das die Flüchtlinge jetzt nicht mehr im Meer ertrinken sonder auf dem Sklavenmarkt landen hat das Problem verlagert. Die Bösen in dieser Geschichte sind nicht die Europäer die die Häfen dicht machen, sondern die Regierungen in den Herkunftsländer der Flüchtlinge und die ehemaligen Schlepper die nun als Sklavenhändler fungieren. Hilfe braucht es Vorort !
    • Ueli der Knecht 27.12.2019 12:27
      Highlight Highlight "Die Bösen in dieser Geschichte sind nicht die Europäer die die Häfen dicht machen, sondern die Regierungen in den Herkunftsländer der Flüchtlinge und die ehemaligen Schlepper die nun als Sklavenhändler fungieren."

      Welche Regierungen? Es gibt in Libyen keine funktionierende Regierung. Nur kriminelle Milizen.

      Es sind die Regierungen in Europa, die mit diesen kriminellen Milizen Geschäfte machen, und welche diese kriminellen Milizen bezahlen, damit die mit ihren verbrecherischen Methoden die Flüchtlinge zurück halten.

      Das nennen die fremdenfeindlichen Europäern dann "Hilfe vor Ort".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 25.12.2019 21:41
    Highlight Highlight "Zahl der Bootsflüchtlinge in Italien halbiert"

    Derweil florieren in Libyen Geschäftsmodelle mit Folter, Erpressung, Sklavenmärkten,...:
    https://www.fr.de/politik/geschaeftsmodell-folter-11045212.html
    https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/libyen-migranten-folter-sklavenmaerkte-iom

    "Als Hauptgrund für den starken Rückgang von Flucht und Migration nach Italien gilt ein umstrittenes Abkommen, das die damalige sozialdemokratische Regierung 2017 mit Libyen schloss."

    "Mit Libyen"? Mit kriminellen Milizen! Die dafür Verantwortlichen in Italien und EU sollten angeklagt und weggesperrt werden.
    • Watson, Parteiblatt der Linken 25.12.2019 22:48
      Highlight Highlight @ueli gestützt auf welche krude von dir kreiierte Gesetzesgrundlage sollen diese angeklagt und weggesperrt werden? Frage für einen Freund.
    • Ueli der Knecht 26.12.2019 13:12
      Highlight Highlight "Frage für einen Freund."

      An deiner Stell würde ich mich schämen, dass du diese Verbrechen offensichtlich nicht als solche erkennen vermagst, und du sogar noch glaubst, es gäbe dafür keien Gesetzesgrundlage, ganz nach dem Motto: Was nicht verboten ist, das ist erlaubt. Ist aber nicht so.

      Die Verbrechen, die in Libyien im Auftrag der EU und der italienischen Regierung geschehen, sind offensichtlich. Eklatante kriminelle schlimmste Verbrechen!

      Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Eseirretor69:
      https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19370083/index.html#id-2-12bis
  • Kramer 25.12.2019 21:02
    Highlight Highlight 1. Ihr seid zu nett mit euren Schlagzeilen, es hätte heissen sollen, „10 mal weniger Flüchtlinge“.
    2. Zur Kritik dass die Flüchtlinge in Libyen ihrem Schicksal überlassen werden. Ja, das ist leider so, aber das Problem lösen wir nicht, indem wir alle nach Europa lassen, sondern indem wir für Perspektiven in Afrika sorgen. (Korrupte Regierungen unter Druck setzen, Grosskonzerne zu fairem Handel zwingen....)
  • SwissWitchBitch 25.12.2019 20:04
    Highlight Highlight "Ziel war es, Flüchtlinge und Migranten von Libyen aus nicht aufs Meer hinaus zu lassen." Toll, erschiessen und einsperren, damit die Europäer keine Angst haben müssen ihren Wohlstand zu teilen ...
  • FITO 25.12.2019 20:04
    Highlight Highlight Und wer sich jetzt noch fragt wo sie geblieben sind:
    http://www.dw.com/de/migranten-der-totengr%C3%A4ber-von-zarzis/a-41810856
    Benutzer Bild
  • Hummingbird 25.12.2019 19:48
    Highlight Highlight Hm, viel weniger Flüchtlinge kommen in Italien an. Ich glaube kaum, dass weniger Flüchtlinge nach Europa kommen möchte. Wo gehen die den alle hin? Auf den Grund des Mittelmeers, oder in andere europäische Küstenländer? Oder doch nach Italien aber ohne registriert zu werden?

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