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«Kontrolle durch Männer»: Führung des Vatikan-Frauenmagazins gibt auf

Wegen «Kontrolle durch Männer»: Führung des Vatikan-Frauenmagazins gibt auf

26.03.2019, 13:5226.03.2019, 13:52

Die Führung eines Frauenmagazins des Vatikans ist geschlossen zurückgetreten, weil sie sich unter «direkter Kontrolle von Männern» sieht. Die Zeitschrift hatte zuletzt den Missbrauch von Nonnen und die Unterdrückung von Frauen in der katholischen Kirche thematisiert.

«Wir werfen das Handtuch, weil wir uns von einem Klima des Misstrauens und einer fortschreitenden Delegitimierung umgeben sehen», schrieb die Gründerin von «Donne Chiese Mondo» (Frauen Kirche Welt), Lucetta Scaraffia, in einem Brief an Papst Franziskus.

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Lucetta Scaraffia mag nicht mehr.Bild: AP/AP

«Jetzt scheint es uns, dass eine lebensnotwendige Initiative zum Schweigen gebracht wird und dass man zu den veralteten, vertrockneten Sitten zurückkehrt, unter der direkten Kontrolle von Männern Frauen auszuwählen, die als vertrauenswürdig gelten», schrieb Scaraffia in dem Brief, der der Nachrichtenagentur DPA am Dienstag vorlag.

«Donne Chiesa Mondo» ist eine monatliche Beilage der Vatikan-Zeitung «L'Osservatore Romano». Das Magazin wurde 2012 mit der Unterstützung des damaligen Papstes Benedikt XVI. gegründet. Der Direktor des «Osservatore Romano», Andrea Monda, bestritt am Dienstag, jemals irgendjemanden nach dem «Kriterium der Gehorsamkeit» ausgewählt zu haben.

Mit Scaraffia verlassen alle übrigen zehn Mitarbeiterinnen die Redaktion, wie die Vatikan-Nachrichtenplattform «Vaticannews» berichtete.

Im Februar prangerte das Magazin die Untätigkeit der katholischen Kirche mit Blick auf den Missbrauch von Nonnen an. «Wenn die Kirche weiter die Augen vor dem Skandal verschliesst, (...) wird sich an der Unterdrückung von Frauen in der Kirche niemals etwas ändern.» Franziskus hatte selbst eingeräumt, dass sexuelle Misshandlungen von Ordensschwestern ein Problem in der Kirche seien. (sda/dpa)

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