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epa09223878 A handout photo made available by Italian Fire and Rescue Service shows Rescuers at work at the area of the cable car accident, near Lake Maggiore, northern Italy, 23 May 2021. The cable car that connects Stresa with Mottarone has crashed, claiming 14 lives, according to the latest toll. The accident has been caused by the failure of a rope, in the highest part of the route which, starting from Lake Maggiore reaches an altitude of 1,491 meters.  EPA/ITALIAN FIRE AND RESCUE SERVICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Rettungskräfte bei der zerstörten Gondel. Bild: keystone

Tragödie von Stresa: Was wir zum Seilbahn-Unglück in Italien wissen – und was nicht



Was genau ist passiert?

Im Piemont hat sich unweit der Schweizer Grenze auf der italienischen Seite des Lago Maggiore ein schwerer Unfall ereignet: Eine Gondel der Stresa-Mottarone-Seilbahn stürzte kurz vor 13 Uhr ab; laut der italienischen Zeitung «La Stampa» waren zunächst 13 Todesopfer zu beklagen. Die Gondel stürzte laut Angaben der Bergrettung aus relativ grosser Höhe in bewaldetes Gelände. Sie wurde am Boden zerschmettert.

Zwei Kinder wurden gemäss der Bergrettung in kritischem Zustand in eine Turiner Klinik geflogen. Eines von ihnen mussten die Ärzte reanimieren. Kurz vor 20.00 Uhr teilten die Rettungskräfte auf Twitter mit, das eines der beiden Kinder seinen Verletzungen erlegen sei:

«Einer der beiden Schwerverletzten, ein Kind, das im roten Code nach Turin transportiert wurde, hat es nicht geschafft. Traurigerweise ist die Zahl der Menschen, die heute ihr Leben verloren haben, auf 14 gestiegen.»

Woher stammen die Opfer?

Das israelische Aussenministerium hat den Tod von fünf Staatsbürgern bestätigt. Es handele sich um Mitglieder einer Familie, teilte das Aussenministerium in Jerusalem am Montag mit.

Getötet wurden bei dem Unglück demnach ein Ehepaar und ihr zweijähriger Sohn, die in Italien lebten und arbeiteten. Ein fünfjähriger Sohn des Paares sei schwer verletzt worden und werde in einem Krankenhaus behandelt. Gestorben seien bei dem Absturz zudem die Grosseltern der Frau, die zu Besuch in Italien waren.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich bei den weiteren Todesopfern zum einen um ein verlobtes Paar aus der italienischen Gemeinde Varese, die unweit vom Unglücksort Stresa entfernt liegt. Zum anderen kam ein verlobtes Paar ums Leben, das ursprünglich aus Diamante kommt. Die Frau sei zuletzt in Verbania, ebenfalls in der Nähe von Stresa, beschäftigt gewesen. Ihr Verlobter, der in Rom studierte, habe sie für das Wochenende besucht.

Auch ein Paar aus Bari starb den Berichten zufolge bei dem Unglück. Es sei vor kurzem nach Mailand gezogen und wollte offenbar mit dem Seilbahnausflug den 40. Geburtstag der Frau feiern. Ebenfalls kam ein weiteres Paar mit einem fünfjährigen Sohn ums Leben. Die Familie stammte aus Vedano Olona, einer Gemeinde südöstlich von Varese.

Unter den Opfern waren keine Touristen aus der Schweiz, wie eine Sprecherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Israelische Medien berichteten unterdessen unter Berufung auf das Aussenministerium, dass unter den Toten fünf Israelis seien. Auch der schwer verletzte Junge stamme aus Israel.

Wie kam es zum Unfall?

Der Absturz der Kabine sei vermutlich durch einen Kabelriss im obersten Bereich der Strecke verursacht worden, berichteten Feuerwehrmannschaften, die bei der Bergung im Einsatz waren. Ein Ermittler der Carabinieri sagte laut Nachrichtenagenturen, ein Stahlseil habe sich gelöst.

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Seilbahnunglück bei Stresa
quelle: keystone
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Neben den Feuerwehren standen auch Bergrettung und Polizei im Einsatz. Auch Helikopter waren an den Bergungsarbeiten beteiligt. Alle auf den Berg führenden Strassen wurden gesperrt.

Was genau den Kabelriss ausgelöst hat, ist nach wie vor nicht klar. Der Präsident der Region Piemont, Alberto Cirio, forderte bei «Rainews 24» die Aufklärung des Unglücks. Italien sei ein Land der Sicherheit. Die 1970 gebaute Seilbahn war zwischen 2014 und 2016 wegen Renovationsarbeiten nicht in Betrieb. Sie ist in zwei Abschnitte unterteilt und verkehrt im 20-Minuten-Takt. Der zweite beginnt auf 803 Meter Höhe und führt zum Gipfel auf 1491 Meter über Meer.

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