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Rettungsschiff Eleonore darf nach Italien



Das deutsche Rettungsschiffs «Eleonore» darf nach Angaben der Hilfsorganisation Mission Lifeline doch in Italien anlegen. Die Finanzpolizei habe die Erlaubnis gegeben, sagte deren Sprecher Axel Steier am Montag.

Die Twitter-Seite von Bord, Seegezwitscher, berichtete, das Schiff dürfe in den Hafen von Pozzallo auf Sizilien einlaufen und die geretteten Menschen könnten an Land gehen. Danach werde die Kontrolle des Schiffes übernommen für weitere Ermittlungen.

Der deutsche Kapitän Claus-Peter Reisch war zuvor trotz eines Verbots der italienischen Regierung in nationale Gewässer gefahren und hatte den Notstand ausgerufen. Dieser Beschluss sei wegen eines schweren Gewittersturms ergriffen worden, teilte Mission Lifeline mit. «Auf Deck sind alle derzeit schutzlos auf dem viel zu kleinen Schiff.

An Bord sind rund 100 Flüchtlinge, die vor etwa einer Woche gerettet wurden, während ihr Boot am Sinken gewesen sei, berichtete Mission Lifeline. Die »Eleonore« ist ein Sportboot, das als Motorjacht unter deutscher Flagge fährt. Italien hatte für die »Eleonore« vergangene Woche ein Landeverbot erteilt.

Auch weitere Schiffe warten

Auf die Landung warten auch noch 31 Flüchtlinge an Bord des italienischen Rettungsschiffes «Mare Jonio» vor der Insel Lampedusa. Drei kranke Flüchtlinge durften am Sonntagabend das Schiff verlassen und konnten auf Lampedusa landen. Auch 13 Flüchtlinge an Bord des Schiffes «Alan Kurdi» hoffen auf eine baldige Landung in Italien.

Indes sind Dutzende Tunesier an Bord eines Holzbootes auf Lampedusa eingetroffen. Sie konnten die Kontrollen der Küstenwache umgehen und landeten direkt auf der Insel. Die genaue Zahl der eingetroffenen Migranten war vorerst noch nicht bekannt, berichteten italienische Medien.

Salvini unzufrieden

Noch-Innenminister Matteo Salvini, Chef der rechten Lega, beklagte die zunehmende Zahl von NGO-Schiffen im Mittelmeer. Zehn Rettungsschiffe seien in diesen Stunden im Mittelmeer unterwegs, kritisierte Salvini in einem Interview mit dem Radiosender «Radio 24» am Montag.

Er beklagte eine Abwendung von seiner Einwanderungspolitik der «geschlossenen Häfen», sollte eine neue Regierung aus der bisher regierenden Fünf Sterne-Bewegung und den oppositionellen Sozialdemokraten (PD) zustande kommen. (aeg/sda/apa)

Private Seenotretter im Mittelmeer

Rettungsschiff «Open Arms» hat angelegt

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Geiwetschteiler 02.09.2019 18:18
    Highlight Highlight Wenn die Amerikaner ihren zweiten Zusatzartikel aushöhlen, um auf ihre Knarren zu beharren läuft die Gesellschaft Sturm.
    Aber wenn Schlepper (alias NGO) das Seerecht aushöhlen ist alles in bester Ordnung...
  • Ich_bin_ich 02.09.2019 16:27
    Highlight Highlight Spannend wie es weitergeht.
    Eventuell kassieren die Behörden die Schiffe ein für eine zeitlang. Mittelmeer dicht durch die Hintertüre.

    Falls die neue Koalition tatsächlich alle einlaufen lässt, ist die EU, allen voran Deutschland und Frankreich, sofort gefordert. Verursacherprinzip und so.

    Falls das nicht geschieht und die Lega die Deutungshoheit behält, werden sie die nächsten Wahlsieger. Natürlich nur, wenn bis dann keine wichtigeren Themen aufblühen. Spannend auf jeden Fall.
  • Celeste65 02.09.2019 14:37
    Highlight Highlight Habe genug von diesen schiffen...sollen sie nach deutschland schippern...in 1 woche sind sie sicher dort und somit weniger lang auf dem meer.
  • Turicum04 02.09.2019 11:16
    Highlight Highlight Die Schweiz soll nun ihre humanitäre Verpflichtungen eingehen und alle in Sizilien gestrandeten Schutzsuchenden aufnehmen. Vom reichsten Land der Welt kann man mehr erwarten, sonst sind die PolitikerInnen bei den nächsten Wahlen nicht mehr wählbar! Die Bonzen müssen eben ihre Schatullen mehr öffnen!
    • Mutbürgerin 02.09.2019 11:42
      Highlight Highlight Alle Länder sind verschuldet. Es gibt keine reichen Länder.
    • Watson - die Weltwoche der SP 02.09.2019 12:33
      Highlight Highlight Ne du, dass lassen wir mal. Oder nimmst du sie bei dir auf?
    • Fairness 02.09.2019 12:48
      Highlight Highlight Schutzsuchnden? Irrtümlicherweise Reichtumsuchenden ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • P. Silie 02.09.2019 11:05
    Highlight Highlight Die EU sollte sich was schämen! Seit dem deutschen Willkommensruf im Jahr 2015 hat sie es nicht geschafft auch nur ansatzweise eine Lösung zu präsentieren.

    Ich bin für eine direkte Luftbrücke Libyen - Deutschland um allen weiteres Leid zu ersparen.

3000 Migranten an einem Tag aus dem Mittelmeer gerettet

Wieder sind rund 3000 Flüchtlinge an nur einem Tag aus dem Mittelmeer gerettet worden. Die Menschen seien am Samstag bei mehr als 20 Einsätzen in Sicherheit gebracht worden, teilte die italienische Küstenwache am Abend mit.

Bereits am Freitag waren rund 3000 Menschen in verschiedenen Aktionen gerettet worden. Hilfsorganisationen berichteten von mindestens sechs Toten. In diesem Jahr sind bereits mehr als 1000 Migranten im Mittelmeer ums Leben gekommen.

(sda/dpa)

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