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Markusplatz in Venedig nach neuem Hochwasser wieder gesperrt



Venedig ist zum dritten Mal innerhalb einer Woche überflutet worden. Am Sonntag sei das Wasser auf 150 Zentimeter über den normalen Meeresspiegel gestiegen, erklärte Bürgermeister Luigi Brugnaro. Damit waren rund 70 Prozent der Unesco-Welterbe-Stadt unter Wasser.

Der Markusplatz als tiefster Punkt der Stadt wurde erneut geflutet und aus Sicherheitsgründen gesperrt. Städtische Museen waren geschlossen. Der öffentliche Verkehr war stark eingeschränkt.

Bürgermeister Brugnaro hatte zur «maximalen Vorsicht» aufgerufen. Die Lage sei aber unter Kontrolle. Die Menschen würden sich nicht entmutigen lassen. «Die Venezianer gehen nur zum Beten in die Knie», erklärte er.

Kulturschätze zerstört

Am Dienstag hatte die höchste Flut seit mehr als 50 Jahren verheerende Schäden in Venedig angerichtet und Kulturschätze zerstört. Fast jede zweite Kirche wurde beschädigt. Das Wasser war getrieben von starkem Wind auf bis zu 187 Zentimeter über den normalen Meeresspiegel gestiegen. Am Freitag fluteten Wassermassen dann erneut einen Grossteil der Unesco-Welterbestadt. Für die kommenden Tage ist leichte Entspannung angesagt.

People walk in flooded Venice, Italy, Sunday, Nov. 17, 2019. Venetians are bracing for the prospect of another exceptional tide in a season that is setting new records. Officials are forecasting a 1.6 meter (5 feet, 2 inches) surge Sunday. That comes after Tuesday's 1.87 meter flood, the worst in 53 years, followed by high tide of 1.54 meters on Friday. (AP Photo/Luca Bruno)

150 Zentimeter steht das Wasser über dem normalen Meeresspiegel. Bild: AP

Die Museen in Venedig blieben am Sonntag geschlossen. Der Schirokko-Wind war jedenfalls laut Wetterexperten schwächer als in den vergangenen Tagen sein. Daher sollte sich die Lage weniger kritisch als am Mittwoch erweisen.

Der italienische Zivilschutz hat dem Bürgermeister von Venedig die Funktion des Regierungskommissars anvertraut, der die Verantwortung für die Nothilfe in der Stadt übernimmt. Er wird jene 20 Millionen Euro verwalten, die die Regierung «für die dringendsten Massnahmen» in Venedig zur Verfügung gestellt hat.

Plan für Neustart

Brugnaro hat 40 Tage Zeit, um einen Plan für den Neustart der Stadt zu entwickeln. Privatleute sollen mit jeweils bis zu 5000 Euro für die Flutschäden entschädigt werden, Geschäftsleute mit bis zu 20'000 Euro. Brugnaro richtete angesichts der massiven Schäden ein Spendenkonto für seine Stadt ein. Jugendliche aus ganz Italien reisten an, um beim Aufräumen zu helfen.

A man stands next to a gondola service in flooded Venice, Italy, Sunday, Nov. 17, 2019. Venetians are bracing for the prospect of another exceptional tide in a season that is setting new records. Officials are forecasting a 1.6 meter (5 feet, 2 inches) surge Sunday. That comes after Tuesday's 1.87 meter flood, the worst in 53 years, followed by high tide of 1.54 meters on Friday. (AP Photo/Luca Bruno)

Gondeltour gefällig? Im Moment wohl eher nicht. Bild: AP

Brugnaro sagte, auch aus dem Ausland komme viel Hilfe, darunter aus Russland. Der Bürgermeister will ein weltweites Zentrum für Klimawandel-Studien in Venedig einrichten, das sich auch mit der Wasserverschmutzung beschäftigen solle. «Ich will einen grossen Appell an die Wissenschaftler richten: Kommt hierher.»

Am 26. November soll eine Sonderkommission über die Probleme Venedigs beraten. Themen sollen auch ein geplantes Anlegeverbot für grosse Kreuzfahrtschiffe und ein umstrittenes Hochwasserschutzsystem sein, das die Stadt mit schwimmenden Barrieren schützen soll. Es ist bereits seit 2003 in Bau.

Sturm, Regen und Schnee in Italien

Unterdessen tobten in fast ganz Italien Unwetter mit Sturm und heftigen Niederschlägen. In Südtirol herrschte Schneechaos, eine Lawine traf ein Dorf. Die Schneemassen hätten sich durch die Strassen von Martell gedrückt, sagte Bürgermeister Georg Altstätter der Nachrichtenagentur DPA. Es gebe aber keine Verschütteten.

Häuser seien beschädigt und Menschen in Sicherheit gebracht worden. «Die Lage ist prekär.» Möglich sei, dass sich weitere Lawinen lösen. Das Dorf mit rund 900 Einwohnern sei von der Aussenwelt abgeschnitten. In mehreren Orten fiel der Strom aus.

Two Carabinieri walk on a gangway in flooded Venice, Italy, Sunday, Nov. 17, 2019. Venetians are bracing for the prospect of another exceptional tide in a season that is setting new records. Officials are forecasting a 1.6 meter (5 feet, 2 inches) surge Sunday. That comes after Tuesday's 1.87 meter flood, the worst in 53 years, followed by high tide of 1.54 meters on Friday. (AP Photo/Luca Bruno)

Irgendwie versuchen sich die Menschen in Venedig zu helfen. Bild: AP

Auch die Brennerautobahn – die wichtigste Verbindungsstrasse zwischen Italien und Österreich – war vorübergehend zwischen Brixen und Sterzing gesperrt, wie die Verkehrsleitzentrale mitteilte. Es herrsche im Grossteil Südtirols grosse Lawinengefahr, erklärte Landesmeteorologe Dieter Peterlin auf Twitter.

Auch weiter im Süden des Landes war Alarm angesagt. Über Rom fegte in der Nacht ein Sturm. Zahlreiche Bäume kippten um. In Florenz stieg der Fluss Arno bedrohlich an.

Auch in anderen Gegenden der Toskana herrschte Angst. In Grosseto wurden Dächer abgedeckt, wie die Feuerwehr mitteilte. Menschen mussten mit Motor-Schlauchbooten gerettet werden. in Budrio bei Bologna drohte ein Deich zu brechen. (sda/dpa/apa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Füürtüfäli 17.11.2019 20:51
    Highlight Highlight Seit den 1980er Jahren eiert Venedig um einen effektiven Hochwasserschutz herum. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Millionen an Euros aus EU-Fördertöpfen hier schon versickert sind. Eine Stadt, die um die Problematik weiß - und das bereits seit mehreren Jahrzehnten - und wenig bis gar nichts dagegen unternimmt (wäre ja noch schöner, wenn die Kreuzfahrtschiffe nicht mehr bis zum Markusplatz vorfahren könnten - die Geld bringenden Touristen müssten dann ein paar Schritte mehr zu Fuß zurücklegen) ist an seinem Schicksal selber schuld.
    • Garp 17.11.2019 21:35
      Highlight Highlight Dass die Schiffe immer noch nahe dem Markusplatz anlegen dürfen, liegt nicht an der Kommune Venedig, sondern an den Herren in Rom.
    • Füürtüfäli 17.11.2019 21:54
      Highlight Highlight Das ist wohl wahr. Politiker können sich mit Rettungsideen profilieren und mit ihnen befreundete Baufirmen am Hochwasserschutz gesundstoßen. Neugegründete Organisationen werden Spenden in aller Welt sammeln und Millionen werden verschwinden!
      Die übliche Mafia eben und wenn es dann zu spät ist, kann man die wichtigsten Gebäude retten und woanders wieder aufbauen! Am Ende wird der Kunsthandel die Reste verwerten und Millionen Touristen werden das Freilichtmuseum Venedig II besuchen.
      Dagegen stehen Milliarden für eine Rettung die langfristig sowieso nicht funktioniert.

    • Garp 18.11.2019 09:04
      Highlight Highlight An die Blitzer, das Verkehrsministerium in Rom ist nun mal dafür verantwortlich unzuständig. Es gab übrigens nun einen Kompromiss. Googlen könnt ihr selber.

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