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Japan

Trotz massiver Proteste: Japan fängt wieder Wale – um «Walforschung» zu betreiben

Archivbild: Ein Greenpeace-Foto zeigt ein japanisches Walfang-Boot.
Archivbild: Ein Greenpeace-Foto zeigt ein japanisches Walfang-Boot.
Bild: EPA/GREENPEACE

Trotz massiver Proteste: Japan fängt wieder Wale – um «Walforschung» zu betreiben

30.11.2015, 06:5230.11.2015, 07:19

Japan nimmt wie angekündigt den Walfang in der Antarktis trotz internationaler Proteste wieder auf. Ein Schiff werde am Dienstag in See stechen, um «Walforschung» zu betreiben, teilte die japanische Fischereibehörde am Montag mit.

Die Internationale Gerichtshof in Den Haag, das höchste UNO-Gericht, hatte im März entschieden, dass das «wissenschaftliche» Walfangprogramm der Japaner in der Antarktis nur ein Vorwand für die Jagd aus kommerziellen Gründen sei.

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Tokio hatte die Jagd daraufhin eine Saison ausgesetzt, am Wochenende aber eine Wiederaufnahme angekündigt. Statt tausend sollen künftig pro Saison demnach nur noch 333 Zwergwale gefangen werden.

Japan hatte sich stets auf die Wissenschaft berufen, um ein 1986 verhängtes Verbot des kommerziellen Walfangs zu umgehen. Allerdings macht Tokio keinen Hehl daraus, dass das Fleisch getöteter Wale in Japan verzehrt wird. (sda/afp)

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«Trump befindet sich in einer Zwickmühle: Welchen Zug er auch macht, er verliert»
Auf dem Bürgenstock verhandeln die USA und Iran über ein neues Abkommen. Dabei habe das Mullah-Regime die besseren Karten, sagt der deutsche Politologe Herfried Münkler. Der amerikanische Präsident könne nur noch auf sinkende Benzinpreise hoffen.
Herr Münkler, Donald Trumps Rahmenabkommen mit Iran wird praktisch von allen Kommentatoren als grosses Desaster betrachtet. Ist der amerikanische Präsident der grosse Verlierer, als der er nun überall beschrieben wird?
Herfried Münkler: Als klar war, dass die USA nicht in der Lage sind, die Strasse von Hormus mit militärischen Mitteln wiederzueröffnen, war auch klar, dass die Methode Trump in diesem Fall gescheitert ist. Die Methode Trump, das heisst drohen, gegebenenfalls auch das Militär einsetzen, aber darauf hoffen, dass die Gegenseite angesichts der Übermacht der USA relativ schnell nachgibt. In Venezuela hat das funktioniert, und das hat Trump wohl übermütig gemacht. Was Iran betrifft, hat er sich in zwei Punkten geirrt: Erstens hatte er offenbar nicht auf der Rechnung, dass die Iraner mit der Strasse von Hormus die Weltwirtschaft als Geisel nehmen können, zweitens hat er die Stabilität des Regimes unterschätzt.
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