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Drama über Tokios Dächern – Lift steckte Stunden fest

Drama über Tokios Dächern – Lift steckte Stunden fest

23.02.2026, 09:2723.02.2026, 09:27

Alptraum am höchsten Fernsehturm der Welt: 20 Besucher des 634 Meter hohen Tokyo Skytree in Japans Hauptstadt steckten stundenlang in einem Fahrstuhl fest. Für die Betroffenen, darunter zwei Kinder, die in 30 Metern Höhe festsassen, wurde der Ausflug zur extremen Geduldsprobe. Mehr als fünf Stunden harrten sie in dem Fahrstuhl aus, bis sie mitten in der Nacht gegen 2.00 Uhr morgens (Ortszeit) befreit werden konnten, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Niemand sei verletzt worden.

A pedestrian walks along an alley with the Tokyo Skytree in the background in Tokyo, Tuesday, May. 20, 2025. (AP Photo/Louise Delmotte)
Japan Daily Life
Der Tokyo Skytree ist mehr als 600 Meter hoch.Bild: keystone

Aus zunächst unbekannter Ursache war der Aufzug auf dem Weg von der Aussichtsplattform des Fernsehturms, die sich in schwindelerregender Höhe von 350 Metern befindet, aus noch ungeklärter Ursache plötzlich stehengeblieben. Herbeigeeilte Polizeibeamte und andere Helfer hielten mit den Eingeschlossenen telefonisch Kontakt, während sie nach einer Lösung suchten.

Rettung über Metallbrücke

Die nächtliche Rettungsaktion glich einem Krimi. Zunächst konnte ein benachbarter Aufzug auf dieselbe Höhe des Fahrstuhls abgesenkt werden. Daraufhin wurden die Notausgänge beider Aufzüge geöffnet und eine Metallbrücke mit Handläufen zwischen den beiden etwas mehr als einen Meter voneinander entfernten Aufzügen angebracht. Über diese konnten die Eingeschlossenen schliesslich in Sicherheit gebracht werden, berichtete NHK.

Der Tokyo Skytree, Tokios hochmodernes Wahrzeichen, war 2012 eröffnet worden. Er ist auch für ausländische Touristen eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der japanischen Hauptstadt. Er ist nach dem Burj Khalifa in Dubai und dem Merdeka 118 in Kuala Lumpur das dritthöchste Bauwerk der Welt. Dass so ein Turm im hochgradig erdbebengefährdeten Japan errichtet wurde und das schwere Beben vom 11. März 2011 überstanden hatte, sei eine «bedeutende Botschaft an die Welt», hatte ein Minister damals triumphiert. (dab/sda/dpa)

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