International
Justiz

US-Senator Mark Kelly verklagt Hegseth wegen Zensur

Sen. Mark Kelly, D-Ariz., refutes efforts by President Donald Trump and Defense Secretary Pete Hegseth to intimidate him and other lawmakers after expressing concerns over U.S. military strikes agains ...
US-Senator Mark Kelly.Bild: keystone

US-Senator Mark Kelly verklagt Hegseth wegen Zensur und möglicher Degradierung

12.01.2026, 21:4812.01.2026, 22:04

Der demokratische US-Senator Mark Kelly reichte am Montag eine Klage ein, um das Verurteilungs- und Abmahnschreiben des Verteidigungsministers Pete Hegseth rückgängig zu machen und eine mögliche Degradierung des pensionierten Marineoffiziers zu verhindern. Das berichtet die «Washington Post».

Damit ist eine weitere Eskalationsstufe im Streit zwischen dem Demokraten aus Arizona und dem Pentagon-Chef von US-Präsident Donald Trump erreicht.

In dem Streit geht es um ein Video, in dem US-Soldaten daran erinnert werden, dass sie illegale Befehle im Zusammenhang mit international umstrittenen US-Militäroperationen gegen mutmassliche Drogenschmuggler in der Karibik verweigern können.

Kellys Anwälte argumentieren in der Klage, dass die Untersuchung des Pentagon und die formelle Rüge das Recht des Senators auf freie Meinungsäusserung unrechtmässig einschränkten und gegen sein Recht auf ein ordentliches Verfahren verstiessen.

Kelly: Ständige Gefahr für Veteranen durch Hegseths Vorgehen

«Es scheint, dass die Exekutive in der Geschichte unseres Landes noch nie militärische Sanktionen gegen ein Mitglied des Kongresses wegen einer unliebsamen politischen Äusserung verhängt hat», heisst es laut «Washington Post» in der Klage.

In einer Erklärung vom Montag sagte Kelly zudem, dass Hegseths Vorgehen anderen Veteranen die «ständige Gefahr auferlegen würde, dass ihnen Jahre oder sogar Jahrzehnte nach ihrem Ausscheiden aus dem Militär ihr Rang und ihre Bezüge entzogen werden könnten, nur weil ihm oder einem anderen Verteidigungsminister ihre Äusserungen nicht gefallen».

Kelly wehrte sich bereits vor einer Woche gegen die Vorwürfe. Sein Anliegen sei es gewesen, Soldatinnen und Soldaten an ihre Pflicht zu erinnern, das Völkerrecht einzuhalten.

Das Verteidigungsministerium prüft laut Hegseth derzeit eine Herabsetzung von Kellys Dienstgrad im Ruhestand. Das wäre mit einer Kürzung seiner Pensionsbezüge verbunden.

Kelly schied 2011 nach 24 Jahren im aktiven Dienst aus dem Militär aus. (hkl)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
32 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
N. Y. P.
12.01.2026 22:14registriert August 2018
Das muss man sich mal vorstellen. Mark Kelly, hochdekorierter Kriegsveteran muss sich mit Pfeiffen und Taugenichtsen wie Pete Hegseth herumschlagen.

Ich hoffe, Mark Kelly ruft offen, sobald das Schlüsselereignis eintritt, die Militärs zum Putsch in Washington auf.
1997
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hauswurz
12.01.2026 22:25registriert Februar 2017
Anders als diese operettenhafte Hofschranze, die sich "Kriegsminister" nennt, versteht Senator Senator Mark etwas von der Sache. Kelly diente als US-Navy-Kampfpilot und nahm an 39 Kampfeinsätzen im Golfkrieg von 1991 teil. Er war Astronaut auf vier Space-Shuttle-Missionen.

Die Annexionspolitik der USA ist gefährlich und völkerrechtswidrig.
1632
Melden
Zum Kommentar
avatar
Celtic Swiss
12.01.2026 22:27registriert Juni 2024
Drunken Pete vs. Rocket Kelly!
1293
Melden
Zum Kommentar
32
Ex-Nato-Generalsekretär Stoltenberg: «Müssen US-Ambitionen in Grönland ernst nehmen»
Im Konflikt um US-Besitzansprüche auf Grönland warnt der ehemalige Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg davor, die USA zu unterschätzen. «Dass die Vereinigten Staaten erklären, sie wollten die Kontrolle über Grönland übernehmen, müssen wir ernst nehmen», sagte Stoltenberg in einem Interview des «Spiegel».
Zur Story