International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Missglücktes Sexspiel oder Mord? Texas vollstreckt umstrittenes Todesurteil



Trotz internationaler Appelle ist im US-Bundesstaat Texas ein 43-jähriger verurteilter Mörder hingerichtet worden, dessen Anwalt bis zuletzt die Unschuld seines Mandanten beteuert hatte. Richard Masterson sei am Mittwochabend mit einer Giftspritze getötet worden.

This undated photo provided by the Texas Department of Criminal Justice shows condemned Texas inmate Richard Masterson. Masterson doesn’t deny being at a Houston apartment where a female impersonator was asphyxiated while he and the victim were having sex but insists the death 15 years ago was an accident. On Wednesday, Jan. 20, 2016, Masterson is set for execution for the slaying of Darin Shane Honeycutt. (Texas Department of Criminal Justice via AP)

Der Verurteilte Masterson in einer undatierten Aufnahme.
Bild: AP/Texas Department of Criminal Justice

Das sagte ein Sprecher der örtlichen Strafvollzugsbehörde der Nachrichtenagentur AFP. Er war verurteilt worden, 2001 in Houston den Transvestiten Darin Honeycutt erwürgt zu haben.

Masterson hatte versichert, das Opfer sei während einvernehmlichen Sexualverkehrs an einem Herzstillstand gestorben. Honeycutt habe ihn zuvor gebeten, ihm den Hals zuzudrücken, um eine Atemnot zur erotischen Stimulation herbeizuführen. Bei dieser Sexualpraxis kann durch den Sauerstoffmangel im Gehirn der Orgasmus verstärkt werden.

Mängel bei der Autopsie

Mastersons Anwalt Gregory Gardner hatte vor dem Obersten Gerichtshof der USA versucht, die Hinrichtung in letzter Minute zu verhindern. Er argumentierte mit schwerwiegenden Unregelmässigkeiten bei der Autopsie von Honeycutts Leiche. Die Geständnisse, die sein drogenabhängiger Mandant abgelegt habe, nachdem er wegen seiner Inhaftierung eine Depression mit Selbstmordgedanken bekommen habe, hätten keine Gültigkeit.

«Ich habe den Supreme Court angerufen, weil erstens Herr Masterson unschuldig ist, zweitens der Staat (Texas) Beweise für die Unschuld von Herrn Masterson vernichtet hat und drittens die vorherigen Anwälte von Herrn Masterson wegen Unfähigkeit Beweise für seine Unschuld nicht vorgebracht haben», sagte Gardner AFP.

Sogar der Papst protestierte

Gegen die Hinrichtung hatte sich auch Papst Franziskus gewandt, der grundsätzlich ein entschiedener Gegner der Todesstrafe ist. Der Papst verfolge Mastersons Schicksal sehr genau, hatte der österreichische Kardinal Christoph Schönborn am Montag bei einer Pressekonferenz gesagt.

In den USA wurden im vergangenen Jahr 28 Menschen hingerichtet. Das war die niedrigste Zahl an Hinrichtungen seit 1991. Texas ist der US-Bundesstaat mit den meisten Exekutionen. (trs/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Illegale Sexparty in Brüssel: EU-Parlamentarier versucht über die Dachrinne zu flüchten

Trotz Lockdown-Verbot feierten in Brüssel ein EU-Parlamentarier und mehrere Diplomaten eine Orgie. Als die Polizei eintrifft, versucht der Politiker zu fliehen und verletzt sich leicht. Beim Abgeordneten soll es sich um ein führendes Mitglied von Viktor Orbans Fidesz-Partei handeln.

Manchmal spuckt die EU-Blase in Brüssel auch durchwegs kuriose Geschichten aus. So wie diese: Im Brüsseler Stadtzentrum in der Rue des Pierres, die unter anderem wegen ihren LGBT-Bars bekannt ist, feierten am Freitagabend 25 Männer im ersten Stock einer Bar eine Orgie. Als die Polizei eintrifft und die Bar wegen Verstoss gegen die strengen belgischen Lockdown-Regeln durchsucht, versucht einer der in der Mehrzahl unbekleideten Männer über die Dachrinne zu fliehen. Dabei verletzt er sich leicht.

Pikant: …

Artikel lesen
Link zum Artikel