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Justiz

Epstein-Ex Ghislaine Maxwell scheitert mit Antrag auf neuen Prozess

FILE ��� In this courtroom sketch, Ghislaine Maxwell enters the courtroom escorted by U.S. Marshalls at the start of her trial, Nov. 29, 2021, in New York. A judge has declined to throw out Maxwell��� ...
Bild: keystone

Epstein-Ex Maxwell scheitert mit Antrag auf neuen Prozess – ihr drohen Jahrzehnte Haft

02.04.2022, 19:0602.04.2022, 19:06

Die Ex-Partnerin des gestorbenen US-Multimillionärs Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, ist mit ihrem Antrag auf eine Neuauflage ihres Prozesses gescheitert. Richterin Alison Nathan erklärte am Freitag (Ortszeit) in New York laut Medienberichten, die falschen Angaben eines Geschworenen in einem Fragebogen hätten nicht zu einem fehlerhaft geführten Prozess geführt. Damit ist der Weg für die Strafmassverkündung Maxwells am 28. Juni frei. Der 60-Jährigen drohen mehrere Jahrzehnte Haft.

Maxwell war in sechs Punkten angeklagt, unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken. In diesem und vier weiteren Anklagepunkten war sie Ende Dezember schuldig gesprochen worden. Die Britin habe als Helferin ihres Ex-Partners Epstein eine zentrale Rolle beim Aufbau von dessen Ring zum sexuellen Missbrauch junger Mädchen gespielt, entschied die Jury in New York. Nach dem Schuldspruch beantragten ihre Anwälte offiziell eine Neuauflage des Prozesses.

Zuvor hatte ein Geschworener in Interviews angegeben, selbst Opfer sexuellen Missbrauchs gewesen zu sein. In einem Fragebogen, in dem potenzielle Geschworene ausdrücklich gefragt wurden, ob sie sexuellen Missbrauch erlebt haben, hatte er jedoch «nein» angekreuzt. Maxwells Anwälte argumentierten, hätte der Geschworene die Wahrheit gesagt, «wäre er aus wichtigem Grund abgelehnt und ausgeschlossen worden».

Richterin Nathan wies Maxwells Behauptung am Freitag zurück, dass diese im Prozess nicht offengelegte Tatsache, sie einer fairen und unparteiischen Jury beraubt habe. Sie wies darauf hin, dass die Hürde für die Aufhebung eines Schuldspruchs hoch sei und «nur unter den aussergewöhnlichsten Umständen» vorkomme. (viw/sda/dpa)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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stormcloud
02.04.2022 19:10registriert Juni 2021
Sie sollte reinen Tisch machen und ihr Schweigen brechen. Dadurch würde sie die Lage der Opfer verbessern und könnte vielleicht ihr Strafmaß senken.
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