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Trump will am Montag in New Yorker Betrugsprozess nicht aussagen

Trump will am Montag in New Yorker Betrugsprozess nicht aussagen

11.12.2023, 02:1211.12.2023, 16:18
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epa11020624 Former President of the United States, Donald J. Trump, speaks during the 111th New York Young Republicans Gala in New York, New York, USA, 09 December 2023. EPA/SARAH YENESEL
Er will nun doch nicht persönlich aussagen: Trump bei an der Young Republicans Gala in New York, 9. Dezember. Bild: keystone

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will in dem laufenden Betrugsprozess gegen ihn am Montag in New York nun doch nicht persönlich aussagen. Das teilte der 77-Jährige am Sonntag (Ortszeit) auf der von ihm mitgegründeten Online-Plattform «Truth Social» mit. Er habe bereits «sehr erfolgreich und überzeugend» ausgesagt, schrieb Trump in Grossbuchstaben in einem längeren Statement. Es war erwartet worden, dass Trump in der Schlussphase des seit Anfang Oktober laufenden Prozesses am Montag als Zeuge der Verteidigung auftreten würde.

In dem Zivilprozess geht es um die Zukunft des Firmenimperiums des 77-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft wirft Trump, dessen Söhnen und Mitarbeitern vor, den Wert der Trump Organisation jahrelang manipuliert zu haben, um an günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu kommen. Eine Gefängnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf seine Präsidentschaftsbewerbung drohen dem Republikaner Trump zwar nicht, doch geschäftlich könnte ihm eine Verurteilung grossen Schaden zufügen.

Die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates New York, Letitia James, will erreichen, dass Trump 250 Millionen US-Dollar zahlen muss und in New York keine Geschäfte mehr machen darf.

Trump hatte im November in einer hitzigen und teils chaotischen Sitzung bereits ausgesagt und dabei immer wieder betont, dass der Wert seiner Immobilien unterschätzt sei, nicht aber aufgebläht. Er gab dabei aber auch freimütig zu, Einfluss auf finanzielle Berichte genommen zu haben und widersprach sich teilweise selbst. Auch seine Kinder Donald Jr., Eric und Ivanka wurden in dem Verfahren von der Staatsanwaltschaft befragt.

Der ehemalige Präsident will 2024 Jahr erneut gewählt werden. Er ist der aussichtsreichste Bewerber auf die Kandidatur der Republikaner. Den Prozess nutzt er nach Einschätzung vieler Beobachter als Wahlwerbung. (sda/dpa)

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36 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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D.Enk-Zettel
11.12.2023 04:39registriert Oktober 2021
Da kann Donny seine Weste wechseln so oft er will. Die unsauberen Stellen werden imme sichtbar sein. Geh nach Hause alter Mann, spiel Golf, selbst wenn du da ebenfalls betrügst.
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manuel0263
11.12.2023 06:26registriert Februar 2017
Da muss sich wenigstens niemand sein Geschwätz anhören. Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass der Sachverhalt und die Schuld längst festgestellt wurden und es nur noch um die Höhe der Strafe geht. Jeder "normale" Mensch würde mit seinem Verhalten versuchen, die Strafe möglichst gering zu halten, aber ER ist ja nicht von dieser Welt.
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Lisbon
11.12.2023 06:49registriert Januar 2019
Ausgerechnet jetzt, da er seine angebliche Unschuld vor Gericht bezeugen könnte, will er nicht aussagen? Was für eine feige Person.
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