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Coronavirus und Lateinamerika – eine gefährliche Mischung



epa08344666 Hundreds of people ride their bikes and walk in the path near to the Copacabana and Ipanema beaches in Rio de Janeiro, Brazil, 05 April 2020. Despite repeated calls from the authorities for people to remain in their homes, in order to prevent the spread of the new coronavirus, Brazilians decide to go out on the streets, most without face masks or gloves.  EPA/Antonio Lacerda

Reger Fussverkehr an der Copacabana. Bild: EPA

Polizisten auf Motorrädern und in Streifenwagen bahnen sich ihren Weg durch die Menge auf der Strandpromenade in Copacabana. «Gehen Sie nach Hause!» schallt es aus den Lautsprechern.

Doch die Menschen gehen an diesem sonnigen Samstag einfach weiter. Es ist – anders als in manchen europäischen Staaten, wo Tausende gegen Corona-Massnahmen auf die Strasse gehen – eine ungewöhnliche Ruhe, die in Brasilien herrscht.

Dafür dass das Land zuletzt bei den Neu-Infizierten und den Corona-Toten jeweils einen Negativrekord nach dem anderen vermeldet hat, scheinen die Menschen wenig besorgt zu sein. Sie hoffen, dass das Virus an ihnen vorübergeht. Das grösste und mit 210 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas registrierte am Samstag 233'142 Infizierte – die vierthöchste Zahl weltweit.

epa08420085 General view of an avenue with vehicle traffic, in Sao Paulo, Brazil, 13 May 2020. Brazil faces the growing advance of the disease amid a pulse between the governors and the President, who is pressing to open even the country's gyms and hairdressing salons.  EPA/Fernando Bizerra

São Paulo. Bild: EPA

Allein der brasilianische Bundesstaat São Paulo (4688) verzeichnet – wie Mexiko (mehr als 5000) – inzwischen mehr Todesfälle als China (4637). Wochen nach Europa trifft die Covid-19-Pandemie jetzt auch Lateinamerika mit voller Kraft, wo aber die Ausgangsbedingungen von vornherein schwieriger sind: Krankenhäuser sind unterfinanziert, Sozialsysteme schwach, die Volkswirtschaften kriseln.

«Und die Situation wird sich mit diesem Präsidenten noch verschlimmern», schimpft der Portier Filomeno in einem Mehrfamilienhaus in Copacabana im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Während etwa Argentiniens strenge Ausgangssperre gute Ergebnisse brachte – 8068 Menschen haben sich bislang nachweislich infiziert, 373 Patienten sind gestorben –, hält der Rechtspopulist Jair Bolsonaro nichts von Einschränkungen und ruft zu Versammlungen auf.

Mexico's President Andrés Manuel López Obrador says Mexico will not respond to U.S. President Donald Trump's threat of coercive tariffs with desperation, but instead push for dialogue, during his daily morning press conference at the National Palace, in Mexico City, Friday, May 31, 2019. (AP Photo/Ginnette Riquelme)

Andrés Manuel López Obrador Bild: AP/AP

Mexikos linkspopulistischer Präsident Andrés Manuel López Obrador, der sich ebenfalls lange sträubte, erliess inzwischen Anti-Corona-Massnahmen. Aber eine Pflichtquarantäne gibt es auch in Lateinamerikas mit 130 Millionen Einwohnern zweitbevölkerungsreichstem Land noch nicht.

In Brasilien, einem Land mit kontinentalen Ausmassen, haben Städte und Bundesstaaten jedoch eigene Massnahmen erlassen. Selbst Rio ist geteilt in eine noch offene Südzone und eine Nordzone, in der die Stadt ein halbes Dutzend Viertel in den Lockdown versetzt hat.

Wie widersprüchlich und chaotisch Brasiliens Antwort auf Corona ist, zeigte sich am Freitag, als Gesundheitsminister Nelson Teich seinen Rücktritt erklärte – nicht einmal einen Monat, nachdem Bolsonaro seinen Vorgänger Luiz Henrique Mandetta wegen Unstimmigkeiten im Umgang mit dem Virus gefeuert hatte.

«Brasilien hätte eine der besten Antworten auf diese Pandemie haben können», sagte die Brasilianerin Marcia Castro, Gesundheitswissenschaftlerin an der Harvard University, der «New York Times». Brasilien war bei Gesundheitskrisen wie Aids oder Zika ein Vorreiter unter den Schwellenländern. «Aber jetzt ist alles unorganisiert, niemand arbeitet an gemeinsamen Lösungen.»

Brazil's President Jair Bolsonaro speaks during the inauguration ceremony of the newly appointed justice minister, at the Planalto presidential palace, in Brasilia, Brazil, Wednesday, April 29, 2020. (AP Photo / Eraldo Peres)
Jair Bolsonaro

Macht keine gute Falle: Jair Bolsonaro. Bild: AP

Die Politik in Brasilien ist mehr mit sich beschäftigt als mit der Virus-Bekämpfung. Der Präsident hat mit dem Austausch von Ministern und einem Verfahren gegen sich zu tun. In Korruptionsermittlungen nahm die Bundespolizei in Rio mehrere Politiker und Unternehmer fest, die beim Kauf von Atemgeräten mehrere Millionen Euro veruntreut haben. Selbst in einer Pandemie nutzen sie die Gelegenheit, um sich unrechtmässig zu bereichern. Die Bevölkerung schlägt sich irgendwie alleine durch.

Anfangs ein Virus der Reichen

Corona war in Brasilien und anderen Ländern Lateinamerikas zunächst das Virus der Reichen gewesen. Der erste registrierte Fall war ein Geschäftsmann aus São Paulo, der nach Norditalien gereist war.

Für Mexiko wurde – ähnlich wie das österreichische Ischgl – der US-Skiort Vail zum Infektionsherd, wo sich eine Gruppe mexikanischer Geschäftsleute getroffen hatte. Börsenchef Jaime Ruíz Sacristán steckte sich dort an, er starb im April. Die meisten Infektionen in Argentinien wurden zu Beginn in den wohlhabenden Vororten im Norden von Buenos Aires registriert, deren Bewohner oft ins Ausland reisen.

epa08415510 Mrs. Leonida Medina stands, at the door of her house, the place where her son was killed in Villa 21-24, in Buenos Aires, Argentina, 06 May 2020 (Issued 11 May 2020). Villa 21-24, located next to the Matanza Riachuelo River, which for years has suffered from high pollution, is suffering, like the rest of the settlements of the Argentine capital, from poverty, drug consumption, overcrowding, violence, lack of Hygiene and poor water and electricity supplies. The coronavirus has changed a routine already accustomed to dealing with adversity.  EPA/Juan Ignacio Roncoroni

Die Angst geht auch in den «Villas» um. Bild: EPA

Mittlerweile hat sich Sars-CoV-2 immer weiter ausgebreitet, auch die ärmeren Viertel und Slums erreicht. In den ärmlichen Siedlungen – in Brasilien «Favelas», in Argentinien «Villas» genannt – fehlt es den Bewohnern oft am Nötigsten wie Wasser und Seife, zugleich leben ganze Familien in einem Raum zusammen. Abstand halten ist da kaum möglich.

Fliegende Händler und Tagelöhner, Putzfrauen und Müllsammler, Schuhputzer und Mariachi-Musiker können auch kein Homeoffice machen. Bis zu 60 Prozent in der Region haben keinen Arbeitsvertrag, keine Rücklagen und nur geringen sozialen Schutz.

«Wenn wir hier nicht arbeiten, gibt uns niemand Geld», sagt Roberto Velázquez, der an einem Stand am Strassenrand in Mexiko-Stadt mit zwei Mitarbeitern weiter Tacos verkauft, der dpa. «Wir könnten unsere Familien nicht ernähren.» Derzeit kämen sie auf ein Drittel ihrer üblichen Einnahmen und gerade so über die Runden.

epa08428733 A person sells face masks and hygiene supplies, during the COVID-19 crisis, in Mexico City, Mexico, 17 May 2020.  EPA/Jorge Nunez

Maskenstand in Mexiko-Stadt. Bild: EPA

Der argentinische Sozialaktivist und Hochschullehrer Juan Grabois sagte in einem Interview der Zeitung «La Nación»: «Wir sind in einen perfekten Sturm geraten: drohende Staatspleite, Pandemie, Armut.» Argentinien, die zweitgrösste Volkswirtschaft Südamerikas, steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise und steuert auf die nächste Staatspleite zu.

Die Corona-Krise verschärft die sozialen Unterschiede noch. In einer Studie der katholischen Universität UCA in Buenos Aires heisst es: «Wir erleben nicht nur eine Epidemie, sondern auch eine neue Welle struktureller Armut, die vor allem die schwächsten Teile der Gesellschaft treffen wird.» (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 18.05.2020 22:45
    Highlight Highlight Aus dem güldernen Lehnstuhl mit vollem Bauch lässt es sich trefflich den Rest der Welt kritisieren.
  • leed 18.05.2020 16:40
    Highlight Highlight Mit hohen Fallzahlen in Brasilien, Mexico und Russland wird es leider kaum stoppen. Ich sehe schon als nächste Opfer Indien und Peru.
  • mrgoku 18.05.2020 16:10
    Highlight Highlight Wenn man jedes Land gleich anschauen könnte wäre das shcon toll...

    Schweiz - Kurzarbeit, Geldpumpe für Wirtschaft, Entschädigungen für Provisionsausfälle, pipapo

    Mehrheit der Länder - nichts, weniger als nichts, nichtser als nichts...
  • Kapitän Haddock 18.05.2020 15:34
    Highlight Highlight Die Präsidenten drüben...
    Benutzer Bild
  • So en Ueli 18.05.2020 14:45
    Highlight Highlight Irgendwie scheinen die lateinamerikanischen Staaten nicht wirklich zu funktionieren. Kann man denen einmal bitte einen Crash-Kurs in Wirtschaft, Gesundheit und Soziales geben? Wie kann man ein Land so schlecht führen? Haben die denn keine fähigen Leute? Oder sind die alle in Ausland, weil man dort die besseren Chancen auf ein annehmbares Leben hat?
    • frächevogel 18.05.2020 17:21
      Highlight Highlight was ist das denn für ein ignoranter beitrag? Die Entwicklung vieler Länder in Lateinamerika ist von Jahrend des Bürgerkrieges, Destabilisation seitens der USA und schwerster Armut geprägt. In Guatemala leben viele Familien von einem US Dollar pro Tag. Das System ist bis in das Innerste kaputt. Die Bevölkerung skeptisch. Nicht ohne Grund haben die Guatemalteken eine ehemaligen Komiker zum Präsidenten gewählt.. Er war schlicht und einfach das geringere (und weniger korrupte) Übel..
      Ich könnt ab deiner Ignoranz kotzen..
    • wouff 18.05.2020 17:44
      Highlight Highlight Da braucht es wohl mehr als ein Crash-Kurs. Zudem haben wir die Ausbeutung Afrikas und Südamerikas bereits in der Schule gelernt, soviel ich mich erinnern kann.

      Korruption ist für Dich das Stichwort.

      Übrigens der offizielle Pesos Argentino ist bei 67 Pesos für 1 US$, den kannst du jedoch nicht kaufen, da die Regierung das Geschäft kontrolliert.

      Dann gibt es da noch verschiedene andere Kurse vom Peso.

      Der Peso nachdem sich der Markt richtet ist der Dolar Blue, heisst 1 US$ ist 133 Pesos - und steigt fast täglich.

      Das heisst Inflation von fast 100% in den nächsten Wochen, Crash-Kurs?
    • BlueRose 18.05.2020 17:55
      Highlight Highlight In Mexiko ist einfach fast alles korrupt!
      Darum klappt es auch nicht mit Wirtschaft
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 18.05.2020 13:54
    Highlight Highlight Wozu braucht es den Staat? Jeder kennt die Schutzmassnahmen und kann sich daran halten. Wer nicht infiziert werden will, hält Abstand und trägt eine Maske. Nur Idiotenländer stellen sich selber tot. Die Maximalmassnahme der Ausgangssperre kann jeder Depp anordnen, dafür braucht es keine Spezialisten.
  • Beobachter 18.05.2020 13:33
    Highlight Highlight In Kolumbien sagt man, es sterben wenige an Corona, aber viele an Hunger. Wenn mehr als 50% der Menschen informell arbeiten und nun unter Androhung von Waffengewalt von der Strasse ferngehalten werden, dann fehlen die Tageseinnahmen. Und kommt nichts rein, dann steht am Abend kein Essen auf dem Tisch. Und die staatlichen Hilfsprogramme sind alle Fake und existieren nur als Medienpropaganda. Ein Total Versagen der Regierung Duque. Die, die helfen, sind Privatpersonen und Organisationen, mit Essenspaketen. Geringe Fallzahlen, geringe Corona Sterblichkeit, aber Tod durch Hunger. So sieht es aus.
  • Plan B 18.05.2020 12:43
    Highlight Highlight Habt ihr auch mal überlegt, was es heisst in Latin Amerika ein Land in einen Lockdown mit Ausgangssperre zu versetzen?
    Als kleines Beispiel Kolumbien. Seit zwei Monaten steht das Land mit Ausgangsperre da. Die Welle ist sichtbar. Vor allem aber die Welle der Armut. Seit zwei Monat kommt bei Armen und auch bei der Mittelschicht kein Geld mehr rein. Die Folgen von diesem Lockdown werden enorm sein. Ich denke es wird schlimmer als die Folgen vom Virus. Das sind nicht Länder, wo der Staat kurz Zinsfreie Kredite zur Verfügung stellt oder die Arbeitnehmer Kurzarbeit beziehen können.
    • Pisti 18.05.2020 16:32
      Highlight Highlight Meine Frau ist Kolumbianerin, der völlig unverhältnismässige Lockdown wird das Land hart treffen. Oder hat es schon hart getroffen.
      Dazu kommt noch die Flüchtlingswelle aus Venezuela und der doch sehr fragile Friede im Lande.
      Paramilitärische Gruppierungen, linke Rebellen sowie die Kartelle werden wohl in Zukunft wieder Zuwachs erhalten. Die Versorgen ihre Leute auch in der Krise besser als der Staat.
      Man hätte den brasilianischen Weg wählen sollen, dieser wird hier in den Medien schlecht geschrieben, kommt aber dort bei der Bevölkerung gar nicht so schlecht an.
    • DerHans 18.05.2020 16:58
      Highlight Highlight Das Selbe in Brasilien, aber das Einzige was wir in Europa zu hören kriegen, ist was für ein Trottel Bolsonaro ist.
    • Plan B 18.05.2020 17:17
      Highlight Highlight Ich sehe es ähnlich. Zumindest nicht diese strikte Ausgangssperre mit Lockdown. Irgend was in der Mitte wie im Moment in der Schweiz müsste es sein. Ich sehe Schwarz für mein geliebtes Kolumbien. Es wurde aber bereits angekündet, das die Ausgangssperre mindestens noch bis Mitte Juni andauert. Das darf einfach nicht so weitergehen.

  • Hillman 18.05.2020 12:07
    Highlight Highlight Das Tragische ist dass es sehr viel Aufwand, Willensstärke, Beharrlichkeit und Knowhow braucht, eine Nation auf Vordermann zu bringen aber nur eine Deppengeneration in der Regierung um alles wieder zu zerstören.
  • Alteresel 18.05.2020 11:04
    Highlight Highlight Bolsanaro war General, sein Bruder im Geiste, Trump, war kein Tag im Militär, und doch eint sie etwas: Sie glauben, einer auf Grund seines militärischen Grades, der andere auf Grund seines eventuellen Vermögens und beide auf Grund ihres Amtes, sie könnten dem Virus allein auf Grund ihrer Macht Einhalt gebieten. Geht wohl nicht. Ging auch beim kleinen Bruder in England nicht.
    • Coringa 18.05.2020 13:13
      Highlight Highlight Alteresel: Mit Ihrem "Kommentar" zeigen Sie einzig auf, dass Sie weder von der Materie (Corona Massnahmen in Lateinamerika) noch von den Ihnen zitierten demokratisch gewählten Politikern keinen blassen Schimmer haben. Das Einstimmen in das unreflektierte mediale Bashing von Bolsonaro ist halt einfacher, als sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Immerhin haben Sie bei der Auswahl Ihres Namens einen Volltreffer gelandet.
    • Coringa 18.05.2020 13:15
      Highlight Highlight Alteresel: Mit Ihrem "Kommentar" zeigen Sie einzig auf, dass Sie weder von der Materie (Corona Massnahmen in Lateinamerika) noch von den Ihnen zitierten demokratisch gewählten Politikern keinen blassen Schimmer haben. Das Einstimmen in das unreflektierte mediale Bashing von Bolsonaro ist halt einfacher, als sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Immerhin haben Sie bei der Auswahl Ihres Namens einen Volltreffer gelandet.
    • Alteresel 18.05.2020 14:47
      Highlight Highlight @Coringa 😂👍 Sie beziehen Ihre Fakten wo?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Panic4Clicks 18.05.2020 10:14
    Highlight Highlight Viele Länder können sich den Lockdown-Gugus schlicht nicht leisten.
    • Mario Conconi 18.05.2020 11:00
      Highlight Highlight Die Frage, die man sich dan stellen muss: Können sie sich die Folgen der Krise leisten? Wir reden hier von zumeist sehr instabilen Staaten. Staaten, welche schin vor der Krise am Abgrund standen. Staaten in denen die Kluft zwischen Arm und Reich viel tiefer ist als bei uns. Irgendwann wird sich das Volk wohl erheben.
      Denn auch ohne "Lockdown-Gugus" ist momentan nicht viel Geld zu machen auf dieser Welt. Die Existenzen werden auch so vernichtet. Ohne globalem Handel, ohne Tourismus = Ohne Perspektiven.
      Und dann hast du noch einen korupten Populisten als Präsident...
    • Alteresel 18.05.2020 11:05
      Highlight Highlight Mein Lehrer sagte jeweils, zuerst denken, dann schreiben.
    • Holunder 18.05.2020 15:43
      Highlight Highlight @Panic4Clicks:
      Lockdown-Gugus?
      Erläutere doch mal wie du das "nicht leisten können" genau berechnet hast?
      Rechnest du in Geldeinheiten oder in Menschenleben?

      Da ich die Antwort zu kennen glaube, hier meine Anschlussfrage:
      Wie viel ist denn deiner Meinung nach ein Menschenleben wert?

      Wenn du es OK findest, die Alten und Schwachen der Gesellschaft im Interesse "der Anderen" zu opfern (bzw. dieses Risiko in kauf zu nehmen), dann bitte ich dich inständig deine Meinung zu überdenken! Bei der nächsten Pandemie sind es dann die mit blauen Augen die sterbe...! Das ist sehr gefährliches Gedankengut!
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