Niederlagenserie beim EV Zug kostet Trainer Liniger den Kopf
Zehn Pflichtspiele blieb der EV Zug zuletzt ohne Sieg. Am Dienstagabend schied er in der Champions Hockey League im Halbfinal gegen das schwedische Lulea aus. Es war die letzte Partie mit Michael Liniger an der Bande. In der Meisterschaft ist das auswärts seit drei Monaten sieglose Team auf Platz 9 abgerutscht.
«Wir haben ihn unterstützt und gestützt, wie wir es konnten», lässt sich CEO Patrick Lengwiler zitieren. «Letztlich stand er als Head Coach jedoch in der Verantwortung für das Team und dessen Leistung. Es ist ihm leider nicht genügend gelungen, das Team voranzubringen und ihm Stabilität zu geben.»
In der Mitteilung schreibt der Klub, das Team habe in den letzten Wochen kein gutes Bild von sich abgegeben. Explizit werden nicht nur die nackten Resultate als Grund für die Trennung erwähnt: «Nebst den vielen Niederlagen in Serie entsprach auch das Auftreten der Mannschaft zunehmend vermehrt nicht den Erwartungen, welche dem EVZ entsprechen.»
Liniger arbeitete seit 2023 im Klub, zunächst als Assistenztrainer. Nach dem Abgang von Dan Tangnes stieg der 46-jährige Emmentaler zu Beginn der laufenden Saison zum Chefcoach auf.
Den Nachfolger haben die Zentralschweizer bereits zur Hand. Benoît Groulx übernimmt die Mannschaft bis Ende Saison. Der 57-jährige Kanadier führte sein Land 2015 zum Gewinn der U20-WM (unter anderem mit heutigen NHL-Stars wie Connor McDavid, Max Domi, Sam Reinhart oder Brayden Point im Team). Viele Jahre arbeitete er als Trainer in der AHL und zuletzt in Russland bei Traktor Tscheljabinsk.
Groulx wird am Donnerstag in Zug erwartet. Schon tags darauf gilt es erstmals ernst für ihn: Am Freitagabend trifft Zug auswärts auf Kloten. (ram)
