Segelboote mit Hilfsgütern für Kuba vermisst
Zwei Segelboote mit neun Aktivisten an Bord, die Hilfsgüter nach Kuba bringen wollten, werden laut der mexikanischen Marine vermisst. Die Boote hätten am Dienstag oder Mittwoch auf der sozialistischen Karibikinsel eintreffen sollen, es bestehe aber keine Kommunikation mit der Besatzung, teilten die Behörden mit. Zur Staatsangehörigkeit der Menschen an Bord machte die Marine zunächst keine Angaben.
Die mexikanischen Behörden stehen mit den Botschaften der Herkunftsländer der Aktivisten sowie mit den Seerettungsleitstellen von Polen, Frankreich, Kuba und den USA in Kontakt, wie es weiter hiess. Die Katamarane waren am Samstag von der mexikanischen Insel Isla Mujeres aus in See gestochen. Laut Medien wollten die Aktivisten schon einen Tag früher abreisen, doch aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde die Abfahrt verschoben.
Eine ungewollte Kursänderung wird nicht ausgeschlossen
Die Suchaktionen werden «unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Route, möglicher Kursänderungen sowie der in der Region vorherrschenden Wetterbedingungen und Meeresströmungen» durchgeführt, teilte die Marine mit. Die Besatzungen anderer Schiffe wurden gebeten, sofort zu informieren, sollten sie die Segelboote bemerken.
Ein internationaler Zusammenschluss von Aktivisten hatte in den letzten Tagen auf dem Luft- und dem Seeweg Hilfsgüter nach Kuba gebracht. Die Insel steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise, die seit drei Monaten durch ein US-Ölembargo verschärft wird. Die US-Regierung unter Donald Trump übt erheblichen Druck auf Kuba aus, um die kommunistische Regierung zu wirtschaftlichen und politischen Reformen zu zwingen. (dab/sda/dpa)
