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Lateinamerika

USA sollen Friedensprozess in Kolumbien begleiten

USA sollen Friedensprozess in Kolumbien begleiten

26.11.2022, 06:4926.11.2022, 13:26
epa10319167 The peace dialogue between the Colombian Government and guerrillas of the National Liberation Army (ELN) at the Humboldt Hotel located in the Waraira Repano (Avila) National Park, in Carac ...
ELN und Regierung sitzen an einem Tisch.Bild: keystone

Kolumbiens Regierung und die Rebellenorganisation ELN wollen die USA in ihre laufenden Friedensgespräche einbeziehen. Beide Seiten hätten sich darauf geeinigt, Washingtons Bereitschaft auszuloten, «an dem Prozess teilzunehmen», hiess es in einer von Norwegen veröffentlichten Erklärung. Die Friedensgespräche werden abwechselnd von Venezuela, Kuba und Norwegen ausgerichtet.

Das US-Aussenministerium wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst keine Teilnahme der USA an den Gesprächen bestätigen.

Der Erklärung zufolge fanden die bisherigen Gespräche in einem Umfeld von «Vertrauen und Optimismus» statt. Die kolumbianische Regierung und die ELN vereinbarten demnach zudem, dass Brasilien, Chile und Mexiko zur Beteiligung an den Gesprächen eingeladen werden sollen. Als «begleitende Teilnehmer» sollen auch Deutschland, die Schweiz und Spanien eingeladen werden.

Friedensgespräche am Montag begonnen

Die Friedensgespräche hatten am Montag in Caracas begonnen. Die erste Runde soll 20 Tage dauern. Frühere Verhandlungen waren nach einem im Jahr 2019 von der ELN verübten Autobomben-Anschlag mit mehr als 20 Toten abgebrochen worden.

2016 hatte die grösste kolumbianische Guerillaorganisation Farc ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet. Seither ist die ELN die stärkste verbliebene Rebellenorganisation in dem südamerikanischen Land. Die 1964 gegründete ELN soll noch über rund 2500 Kämpfer verfügen, die sich hauptsächlich in den Grenzgebieten zu Venezuela sowie an der Pazifikküste aufhalten.

In Kolumbien bekämpfen sich seit mehr als einem halben Jahrhundert der Staat und verschiedenen Guerillagruppen. Präsident Gustavo Petro, der im August zum ersten linksgerichteten Staatschef Kolumbiens gewählt worden und selbst früher Guerilla-Kämpfer war, hat sich zum Ziel gesetzt, die bewaffneten Konflikte zu beenden. (aeg/sda/afp)

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