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Mehr als 1000 Vertriebene durch bewaffnete Kämpfe in Kolumbien

18.08.2021, 15:47
Bild: keystone

Wegen eines Konflikts zwischen einer Guerilla-Organisation und einem Verbrechersyndikat im Nordwesten Kolumbiens haben mindestens 1150 Dorfbewohner in umliegenden Gemeinden Schutz gesucht.

Dies berichtete die kolumbianische Zeitung «El Espectador» unter Berufung auf die nationale Ombudsstelle am Dienstagabend (Ortszeit). Immer wieder kommt es in der Region zu Machtkämpfen um Koka-Anbaugebiete und Transportrouten.

Die Bevölkerung gab demnach laut der Mitteilung der Ombudsstelle an, der «Clan del Golfo» sei seit dem 12. August in die Dörfer La Unión und Dipurdu del Guasimo im Department Chocó eingedrungen. Drei Tage später wurden Auseinandersetzungen zwischen dem Verbrechersyndikat und der ELN-Guerilla gemeldet, die weiter andauerten. Erst vor drei Wochen waren im benachbarten Department Antioquia durch bewaffnete Kämpfe mehr als 4000 Bauern vertrieben worden

Kolumbien litt 52 Jahre lang unter einem bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillagruppen und rechten Paramilitärs. Es gab mehr als 220 000 Tote und Millionen Binnenvertriebene. Die grösste Rebellen-Gruppe Farc schloss 2016 einen Friedensvertrag mit der Regierung und legte die Waffen nieder.

Die Sicherheitslage in dem südamerikanischen Land hat sich seitdem verbessert. Aber der Frieden ist brüchig: Die kleinere Guerillagruppe ELN ist noch immer aktiv; auch Tausende ehemalige Farc-Kämpfer und Verbrechersyndikate, die in Drogenschmuggel verwickelt sind, liefern sich bewaffnete Kämpfe untereinander, mit Polizei und Streitkräften. Vor allem in ländlichen Gebieten tut sich der kolumbianische Staat schwer, die Sicherheit zu gewährleisten. (aeg/sda/dpa)

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