International
Lateinamerika

Bestechungs-Skandal: Mexikos Ex-Antidrogen-Minister muss 38 Jahre in Haft

Mexikos Ex-Antidrogen-Minister muss wegen Bestechungs-Skandal 38 Jahre in Haft

17.10.2024, 07:3717.10.2024, 07:37

Wegen seiner Zusammenarbeit mit dem Kartell des mächtigen Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán ist ein ehemaliger mexikanischer Sicherheitsminister in New York zu mehr als 38 Jahren Haft verurteilt worden. Der zuständige Richter verhängte gegen Genaro García Luna zudem eine Geldstrafe von zwei Millionen US-Dollar (rund 1,8 Mio. Euro), wie das US-Justizministerium mitteilte. Er soll vom Sinaloa-Kartell Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben.

FILE - Mexico's Genaro Garcia Luna speaks during a ceremony to designate June 2 as Federal Police Day in Mexico City, June 2, 2011. (AP Photo/Alexandre Meneghini, File)
Genaro Garcia Luna
Genaro Garcia Luna im Jahr 2011.Bild: keystone

Der 56 Jahre alte Ex-Sicherheitsminister war zwischen 2006 und 2012 in der Regierung des damaligen Präsidenten Felipe Calderón der ranghöchste Beamte im Kampf gegen die Drogenkartelle gewesen. 2019 wurde er in der texanischen Stadt Dallas festgenommen. Nach rund vier Prozesswochen hatte ihn eine Jury im Februar schuldig gesprochen.

Die Staatsanwaltschaft hatte García Luna vorgeworfen, mehr als ein Jahrzehnt lang den Drogenschmuggel des Kartells geschützt zu haben. Die Verteidigung des Angeklagten dagegen behauptete, Luna sei immer integer gewesen und werde nun Opfer der Rache derjenigen Kriminellen, die er in Zusammenarbeit mit den USA hinter Gittern gebracht habe. «El Chapo» war 2019 vom selben Richter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Dichter Rauch machte Gotthardtunnel zur Todesfalle – was vor 25 Jahren geschah
Heute vor 25 Jahren hat im Gotthard die Kollision zweier Camions in einem Brandinferno geendet. Elf Menschen erstickten oder verbrannten. Es war die vierte Tunnelbrandkatastrophe in den Alpen innert weniger Jahre. Darauf wurde in die Sicherheit der Tunnel investiert.
Am 24. Oktober 2001 fuhr kurz nach 9.30 Uhr ein von Italien kommender belgischer Lastwagen in den 17 Kilometer langen Gotthardstrassentunnel. Hinter dem Steuer sass ein Türke, der in Belgien mit einem Touristenvisum arbeitete. Er hatte Alkohol getrunken.
Zur Story